Produktion | 26.09.2018

Knappes Wasser im Vinschgau

Wasser ist im Vinschgau, aber nicht nur dort, ein kostbares Gut. Das „RAI Südtirol“-Magazin „Umwelt aktiv“ hat am Freitag, dem 28. September 2018 in einem 20-minütigen Filmbeitrag über die aktuelle Lage im Vinschgau berichtet. Wir haben uns vorab mit Filmautor Markus Frings unterhalten. von Tobias Egger

Für die Bauern auf der Malser Haide braucht es eine sichere Wasserversorgung.

Für die Bauern auf der Malser Haide braucht es eine sichere Wasserversorgung.

Herr Frings, welche Situation zeigt Ihr Film?
Markus Frings: Bauernfamilien im oberen Vinschgau sind wegen der zunehmend trockeneren Sommer in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Wegen der geringen Heuernte auf der oberen Malser Haide fehlt das Futter für das Vieh, das die Bauern dann teuer zukaufen müssen. Wir haben einen der betroffenen Viehbauern, Rainer Moriggl, getroffen. Die Bauern benötigen eine Bewässerungsanlage, doch sie können die Restkosten dafür nicht stemmen. Daher fordern sie eine Lösung von der Politik ein. Auch Bauernbund-Bezirksobmann Raimund Prugger und der Obmann des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau, Gottfried Niedermair, kommen hier zu Wort.

In der Sendung geht es auch allgemein um die Frage der Wasserverteilung ...
Wasser ist ein öffentliches Gut, von dem z. B. auch die Stromerzeugung abhängt. Daher gibt es eine öffentliche Diskussion rund um die Vergabe der Konzessionen. Das Vinschger Bonifizierungskonsortium möchte aufgrund früher beginnender Vegetationsphasen eine Verlängerung der Konzessionen. Diese Verfahren sind aber sehr aufwändig und dauern mitunter Jahre. Im Film konfrontieren wir Vertreter von Alperia und des Landesamtes für Gewässernutzung mit diesen Problemen der Bauern.

Zeigt der Film auch Lösungsansätze auf?
Am Ende des Filmes zeige ich zusammen mit Raimund Prugger auf, dass Tropfberegnung die Zukunft ist, weil sie rund ein Drittel Wasser spart. Das ist aber noch nicht genug. Man wird auch mehr Speicherbecken bauen müssen, um z. B. die Frostberegnung zu garantieren, die innerhalb weniger Stunden viel Wasser braucht. Es wird künftig mehrere Lösungen brauchen.

Hier unten ist der Film zu sehen