Markt | 11.09.2018

Großhandelspreise für Äpfel

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Bozen veröffentlicht regelmäßig eine Auflistung von Großhandelspreisen für verschiedene Produkte. Mit der Veröffentlichung dieser Preise für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten wollen wir eine Orientierung für die Lage am Apfelmarkt bieten. Die Preise für August 2018 sind jetzt verfügbar. von Bernhard Christanell

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Ein Blick auf die jüngsten Großhandelspreise für den Monat August zeigt, dass die ersten Preise für die neue Ernte etwa im Mittel zwischen jenen der vergangenen beiden Jahre liegen, Im Monat August (in der Grafik ganz rechts) hat das WIFO nur Preise für die Apfelsorten Gala und Golden Delicious erhoben – wobei die Golden-Preise wohl noch die letzten Restbestände der Ernte 2017 betreffen. Bei den veröffentlichten Preisen handelt es sich durchwegs um Bruttopreise, von denen die Kosten für Lagerung, Transport, Vermarktung usw. noch abgezogen werden müssen, um einen Anhaltspunkt für die zu erwartenden Auszahlungspreise zu erhalten.

Die Preise für die Sorte Gala liegen mit durchschnittlich 0,77 €/kg ziemlich genau im Mittel zwischen jenen im August 2016 (0,69 €/kg) und jenen im August 2017 (0,88 €/kg). Der Durchschnittspreis für die Sorte Golden Delicious blieb laut Angaben des WIFO im August unverändert gegenüber dem Vormonat bei 1,11 €/kg – und damit deutlich über dem August der vergangenen beiden Jahre. Aussagekräftigere Daten werden sind aber erst ab September zu erwarten, wenn die meisten Apfelaorten wieder im Angebot sind.

Aus der untenstehenden Grafik ist die Entwicklung der Preise seit August 2016 ersichtlich.




Zu den Daten
Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) der Handelskammer Bozen veröffentlicht die Großhandelspreise einmal pro Monat. Großhandelspreise sind jene Preise, welche der Großhändler an den Einzelhändler weiterverrechnet – im Falle der Äpfel sind dies also die Preise, welche die Genossenschaften an ihre Kunden verrechnen. Das WIFO gibt dabei für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten die Preise nach Qualitätsstufe und Fruchtgröße getrennt an – und zwar jeweils den Mindestpreis, den Höchstpreis und den Durchschnittspreis. Diese veröffentlichten Preise geben natürlich nicht die oft sehr rasche Preisentwicklung am aktuellen Markt wieder, sondern sind vielmehr eine Orientierung für den Marktverlauf im vorhergehenden Monat. Auch mit den Auszahlungspreisen für die Bauern lassen sich die Preise natürlich nicht direkt vergleichen, weil es sich bei den hier veröffentlichten Preisen um Bruttopreise handelt.