Wirtschaft | 27.07.2018

Erhöhte Waldbrandgefahr

Wegen der anhaltenden Trockenheit besteht derzeit auch in Südtirol erhöhte Waldbrandgefahr. Jedes Risikoverhalten ist zu vermeiden. In mehreren europäischen Ländern toben bereits seit Wochen große Waldbrände. von LPA und AgraEurope

Auch in Südtirol gilt: Vorsicht beim Entfachen von Feuer in Waldnähe! (Foto: LPA/Landesamt für Forstverwaltung)

Auch in Südtirol gilt: Vorsicht beim Entfachen von Feuer in Waldnähe! (Foto: LPA/Landesamt für Forstverwaltung)

Wegen der anhaltenden Trockenheit herrscht derzeit in Südtirol großes Waldbrandrisiko. Deswegen ruft der Landesforstdienst gerade jetzt in Erinnerung, dass es ausnahmslos verboten ist, im Wald und in einem Sicherheitsabstand von 20 Metern Feuer anzuzünden oder brennende Zigaretten oder Zündhölzer wegzuwerfen. Sollte sich ein Busch- oder Waldbrand entfachen, muss unverzüglich die Feuerwehr über die einheitliche Notrufnummer 112 gerufen werden.

Brände im Norden und Süden Europas
Zudem steigt die Waldbrandgefahr in Deutschland und anderen EU-Ländern weiter an. Nach aktuellen Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gilt für das ganze Bundesgebiet mit Ausnahmen von Bayerns und Baden-Württembergs Süden nahezu flächendeckend die Warnbrandstufe vier bis fünf. Die Waldbrände in Schweden weiterhin nicht unter Kontrolle. Insgesamt soll eine Fläche von mehr als 20.000 Hektar betroffen sein. Die Europäische Union leistet laut Kommissionangaben seit Anfang vergangener Woche Unterstützung für die schwedischen Behörden mit Feuerlöschflugzeugen aus Italien und Frankreich, Hubschraubern aus Deutschland und Litauen sowie Feuerwehrleuten und Fahrzeugen aus Polen und Dänemark.

Unterdessen sind auch in Griechenland und Lettland heftige Waldbrände ausgebrochen. Medienberichten zufolge sollen mehr als 800 Hektar im Westen Lettlands zerstört worden sein. Bei den verheerenden Waldbränden im Großraum Athens geht man laut offiziellen Angaben bereits von mindestens 50 Todesopfern aus. Beide Länder hatten in Brüssel um Hilfe angefragt.