Südtiroler Landwirt, Produktion | 25.07.2018

Frühe Fuchsregulierung erlaubt

Unter strengen Auflagen dürfen Füchse erlegt werden, um weiteren Schäden an Hausgeflügel vorzubeugen. Der zuständige Landesrat Arnold Schuler hat das entsprechende Dekret erlassen.

Der Abschuss von Füchsen ist nur 400 Meter rund um Geflügelhaltungen erlaubt.

Der Abschuss von Füchsen ist nur 400 Meter rund um Geflügelhaltungen erlaubt.

Der Abschuss darf nur im Umfeld von geflügelhaltenden Betrieben erfolgen. Erlaubt ist die Fuchsregulierung ab 19. Juli in allen Revieren kraft Gesetzes und Eigenjagden. Die Füchse dürfen nur im Umkreis von 400 m um Geflügelhaltungen erlegt werden, und zwar von Inhabern eines Jagderlaubnisscheines und den zuständigen Jagdschutzorganen mit gültigem Jagdgewehrschein.

Für Einzelfälle auch im Winter
In einzelnen konkreten Schadensfällen kann auch im Winter ein Abschuss von Tieren hilfreich sein. Doch im Winter sind die Nächte lang und die Füchse tendenziell nachtaktiv. Um hier überhaupt eine Chance zu haben, einzelne Tiere zu erlegen, gibt das Dekret hier unter klaren Regeln die Möglichkeit zum Abschuss in der Nacht, und zwar vom 1. Dezember 2018 bis 31. Jänner 2019. Ausschließlich hauptberufliche Jagdaufseher dürfen die Tiere erlegen, dann aber auch mit Verwendung von Scheinwerfern. Auch hier gilt die Erlaubnis nur im Umkreis von 400 Meter um jene Geflügelhaltungen, in denen in diesem Zeitraum Risse von Nutztieren durch Füchse nachgewiesen und von Jagdschutzorganen schriftlich bestätigt wurden.

Allgemeine Vorgehensweise
Von Regulierungsabschüssen ausgenommen sind Jagdverbotszonen.
Krankheitsverdächtige Füchse sind zur Untersuchung ins Tierseucheninstitut zu geben, darüber hinaus sind je nach Reviergröße mindestens ein bis zwei Füchse pro Revier beim Tierseucheninstitut abzugeben. Die abgegebenen Füchse werden auf Fuchsbandwurm untersucht.
Um Erkenntnisse über die Vorkommen der Füchse und die bejagten Zonen zu erhalten, werden die Abschüsse kartiert und wesentliche Angaben in Listen festgehalten. Die Reviere sind verpflichtet, diese Dokumentation bis spätestens 10. Februar 2019 dem Landesamt für Jagd und Fischerei zu übermitteln.