Markt | 01.07.2018

Aktuelle Zuchtvieh-Preise

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Welche Preise sind gerade aktuell erzielbar? Diese Fragen stellen sich wohl alle Bauern, die Tiere zu den Versteigerungen der einzelnen Viehzuchtverbände schicken. Zur Orientierung gibt es hier eine Übersicht. von Bernhard Christanell

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

Wie viel ist mein Zuchtvieh wert? Mit dieser Frage kommen jedes Monat viele Bauern zu den Versteigerungen nach Bozen. (Foto: A. Bertagnoll)

In der Regel gibt es für jede der in Südtirol gehaltenen Rinderrassen einmal monatlich eine Zuchtviehversteigerung, die vom jeweils zuständigen Viehzuchtverband abgewickelt wird. Die jeweiligen Durchschnittspreise werden im Anschluss an die jeweiligen Versteigerungen von den Viehzuchtverbänden veröffentlicht. In den untenstehenden Grafiken ist die Entwicklung der Durchschnittspreise seit Anfang 2017 zusammengefasst. Um eine aussagekräftige Orientierungsmöglichkeit zu bieten, beschränken wir uns dabei auf jene Rassen und Kategorien, für die regelmäßig eine Mindestzahl an Tieren zu den Versteigerungen geliefert werden. Mehr Informationen dazu stehen im Beschreibungstext bei den einzelnen Grafiken.
Grundsätzlich gilt: Die veröffentlichten Preise sollen eine Orientierung bieten, wie sich der Zuchtvieh-Markt in den vergangenen Monaten entwickelt hat – Rückschlüsse auf künftige Preisentwicklungen sollen und können sie nicht bieten.

Entwicklung der Durchschnittspreise
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Rassen und Kategorien liefern die untenstehenden Grafiken. Hier nur kurz die wichtigsten Entwicklungen: Bei den Jungkühen bzw. Erstlingskühen verliefen die Versteigerungen seit Jahresbeginn sehr wechselhaft, ein allgemeiner Trend lässt sich nicht erkennen. Die höchsten Preise erzielten die Holstein-Kühe (Anfang Mai) und die Braunvieh-Kühe (im Jänner und April).
Bei den Kalbinnen lieferten sich die Rassen Fleckvieh und Holstein am Jahresbeginn ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor sich die Fleckvieh-Kalbinnen ab März etwas von den anderen Rassen absetzen konnten. Klare Verhältnisse gibt es bei den Jungrindern – hier liegen die Fleckvieh-Tiere bei den Durchschnittspreisen seit Herbst vergangenen Jahres durchwegs über 1000 Euro und damit deutlich über dem Durchschnitt der übrigen Rassen. Mit einigem Abstand folgen die Rassen Grauvieh und Braunvieh.
Auch bei den Kälbern liegen die Fleckvieh-Tiere im Monatsvergleich regelmäßig an der Spitze. Größere Preisschwankungen gibt es hier bei den Holstein-Kälbern.














Die vollständigen Preisspiegel gibt es auf den jeweiligen Internet-Seiten der Viehzuchtverbände:

Braunviehzuchtverband
Rinderzuchtverband (Holstein + Grauvieh)
Fleckviehzuchtverband