Produktion | 22.06.2018

Gute Aussichten für Beeren und Steinobst

Im Juni läuft die Ernte von Erdbeeren, Himbeeren, Marillen und Kirschen mit Qualitätszeichen Südtirol an. Da die Pflanzen in diesem Jahr von Frühlingsfrösten verschont blieben, zeichnet sich eine qualitativ und quantitativ gute Ernte ab.

Die Bedingungen für eine gute Ernte sind in diesem Jahr auch bei den Erdbeeren gegeben. (Foto: Helmuth Rier)

Die Bedingungen für eine gute Ernte sind in diesem Jahr auch bei den Erdbeeren gegeben. (Foto: Helmuth Rier)

Das Wetter hat 2018 von Anfang an mitgespielt, freut sich auch Markus Tscholl, der Versteigerungsleiter bei der Obstversteigerung Egma in Vilpian: „Die Blüte bei Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen war hervorragend und das Blühwetter ideal. Daher erwarten wir dieses Jahr eine deutlich höhere Menge an angelieferter Ware als letztes Jahr.“ 2017 lag der Ernteertrag der Erdbeeren durch den späten Frosteinfall bei 320 Tonnen. Dieses Jahr rechnet Tscholl mit 400 bis 450 Tonnen. Auch Hannes Spögler, Verantwortlicher des Bereichs Marille bei der VI.P, dem Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse, ist optimistisch: „Durch das ideale Frühjahr ohne Fröste und den guten Witterungsverlauf erwarten wir nach den geringen Ernten in den beiden Vorjahren nun wieder rund 450 Tonnen Ernteertrag.“

Jetzt ist schönes Wetter wichtig
Die Erdbeerernte läuft schrittweise an. Anfang Juni wurden die ersten Beeren für den lokalen Verkauf geerntet. Seit Mitte des Monats werden die ersten Früchte auf dem italienischen Markt verkauft und gegen Ende des Monats beginnt die Vollernte. Das Erdbeerfest im Martelltal am 23. und 24. Juni leitet die Ernte offiziell ein. „Wir gehen davon aus, dass je nach Witterung bis Mitte oder Ende August entsprechend Erdbeeren verfügbar sind, sodass wir die meisten Kunden beliefern können“, sagt Gerhard Eberhöfer, Verantwortlicher des Bereichs Beeren bei der VI.P und ergänzt: „Ab Mitte August bis voraussichtlich Ende September werden wir dann nur mehr begrenzt Verfügbarkeit haben, vor allem für den Südtiroler Markt und unsere eigenen Detailgeschäfte.“

Das richtige Mittelmaß ist gefragt
Das gute Frühjahrswetter hat zur guten Qualität der Früchte beigetragen. Sie brauchen jetzt weiterhin warme Temperaturen und wenig Regen, um ihr Aroma voll entfalten zu können. „Um Qualitäts- und Planungssicherheit zu garantieren, sind die meisten Anlagen mit einer Regenüberdachung versehen“, erklärt Tscholl. Auch zu heißes Wetter würde der Ernte nicht guttun: Die Beeren würden zu schnell reifen und die Erntesaison wäre dann früher zu Ende.