Bildung, Bauernbund | 22.06.2018

Drohneneinsatz und alternativer Pflanzenschutz

Sechzehn Bewerber und Bewerberinnen haben sich in diesem Jahr an der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer um das begehrte Seppl-Lamprecht-Stipendium beworben. Sechs von ihnen wurden schlussendlich im Rahmen der Schulschlussfeier für besondere Leistungen ausgezeichnet.

Die jungen Preisträger freute sich über die Auszeichnung. (Foto: Johann Prenner)

Die jungen Preisträger freute sich über die Auszeichnung. (Foto: Johann Prenner)

Das mit 2000 Euro dotierte Stipendium teilen sich heuer Stefan Pramstraller (Klasse 5 A, Schwerpunkt Landwirtschaft und Umwelt), Simon Maringgele (Klasse 5 B, Schwerpunkt Produktion und Verarbeitung), Sophia Prinoth (5 A, Schwerpunkt Produktion und Verarbeitung), Felix Holzner (5 A, Schwerpunkt Weinbau und Önologie) für ihre Facharbeiten. Zwei weitere Preisträger stammen aus einer vierten Klasse, nämlich Sophia Plaikner und Matthias Piva (Klasse 4 B, Schwerpunkt Landwirtschaft und Umwelt).

Gedenken an Seppl Lamprecht
Überreicht wurde der Preis vom Vize-Obmann des Südtiroler Bauernbundes, Bernhard Burger, im Innenhof von Schloss Baumgarten, dem Sitz der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer. Das Seppl-Lamprecht-Stipendium wird vom Südtiroler Bauernbund im Gedenken an den Bauernbund-Vize-Obmann und bäuerlichen Regionalratsabgeordneten Seppl Lamprecht für besondere Leistungen im Bereich Landwirtschaft vergeben.

Aktuelle Themen aus Südtirols Landwirtschaft
Die Schülerinnen und Schüler haben sich in ihren Arbeiten mit aktuellen Themen beschäftigt, die einen neuen Blick auf einzelne Bereiche der Südtiroler Landwirtschaft werfen. So hat Stefan Pramstraller den Einsatz von Drohnen im Ackerbau und ihre Einsatzmöglichkeiten in Südtirol thematisiert. Er geht auch auf Grenzen dieses Einsatzes ein und informiert über den rechtlichen Rahmen. Alternativen zur chemischen Unkrautbekämpfung im Obstbau bietet die Arbeit von Simon Maringgele. Er geht sehr genau auf verschiedene Alternativen ein, sowie auch bisher wenig bekannte Verfahren und erläutert deren Vor- und Nachteile.
Mit dem besonderen Lebensraum und dem vielfältigen Ökosystem am Vinschger Sonnenberg beschäftigt hat sich Sophia Prinoth in ihrer Arbeit „Eine Steppe in Südtirol? Ökosystem Vinschger Sonnenberg“. Der Frage, ob und wie UV-C-Strahlung im Pflanzenschutz eingesetzt werden kann, ist hingegen Felix Holzner nachgegangen und hat auch Versuche dazu umgesetzt und ausgewertet. Matthias Piva und Sophia Plaikner haben ihrerseits das „Ansetzen von Schnäpsen“ zu ihrem Thema gemacht. Dabei haben sie zunächst erklärt, welche Voraussetzungen es für das Ansetzen von Geisten und Likören braucht und dann auch selbst Schnäpse angesetzt.