Südtiroler Landwirt | 12.04.2018

So meldet man Tierbewegungen

chon vergangenes Jahr konnte man Tierbewegungen auf Almen und Weiden nur mehr über das Internet in die Tierdatenbank eintragen. Heuer gibt es ein paar Änderungen. Auch die Zugangsportale sind zum Teil neu. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen. von Guido Steinegger

Seit heuer kann man auch Tierbewegungen von Alm zu Alm in die Tierdatenbank eingeben. (Foto: www.agrarfoto.at)

Seit heuer kann man auch Tierbewegungen von Alm zu Alm in die Tierdatenbank eingeben. (Foto: www.agrarfoto.at)

Seit 4. April können die Almbetreiber wieder die Verlegung von Nutztieren auf Weiden und Almen (folgend vereinfacht Alm) in der Tierdatenbank eintragen. Die Eingabe wird bis zum 30. September möglich sein. Die Vorgangsweise entspricht größtenteils jener des vorigen Jahres. Dies teilt der Landestierärztliche Dienst in einem Rundschreiben mit.

Verlegung innerhalb von 15 Tagen eingeben
Der Landestierärztliche Dienst berichtet in diesem Rundschreiben auch, „dass einige Verbesserungen an der Funktionsweise vorgenommen wurden“. Vertretungen, die im vorigen Jahr erteilt worden sind, behalten ihre Gültigkeit bis auf Widerruf. Der Landestierärztliche Dienst erinnert daran, dass die Verlegung der Rinder innerhalb von 15 Tagen einzugeben ist. Dies sieht eine Vorschrift der Europäischen Union so vor (Entscheidung 672/2001/EG).

Neuerungen 2018
Im Vergleich zum Vorjahr gibt es folgende Neuerungen:
- Es ist jetzt möglich, Tierbewegungen von Alm zu Alm einzugeben. Die Bewegung muss vom Almbetreiber der Bestimmungsalm eingetragen werden.
- Bei geändertem Rückkehrdatum ist nun eine Massenauswahl der Tiere möglich (2017 musste das zu ändernde Rückkehrdatum bei jedem Tier einzeln eingegeben werden). - Es muss aber der Grund für den verfrühten beziehungsweise verzögerten Abtrieb eingegeben werden.
- Werden Nutztiere direkt von der Alm auf die Versteigerung aufgetrieben, kann das Versteigerungsorgan diese Bewegung vornehmen.
- Der Tod von Tieren auf der Alm kann vom Almbetreiber eingetragen werden. Er muss dazu das genaue Datum angeben.

__________________________________

Zugriff auf Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung


Der Landestierärztliche Dienst betont, dass sich aufgrund staatlicher Vorgaben seit dem 1. März der Zugriff auf die Online-Dienste des Bürgernetzes geändert hat. Das Portal nennt sich jetzt „MyCivis“.

Bürgerkarte bleibt
Teilweise neu sind außerdem die Zugangsschlüssel zu demselben. Wie die Landesabteilung Landwirtschaft bereits früher im „Südtiroler Landwirt“ mitgeteilt hatte (Nr. 4, S. 27), bleibt der Zugang mit der Bürgerkarte erhalten. Dazu sind erforderlich: ein PIN, die dazugehörige Software und unbedingt auch das Lesegerät. Dieses Lesegerät erhalten alle Bürger in ihrer zuständigen Gemeinde.
Neu: Zugang über SPID
Neu ist dagegen die Möglichkeit des Zugangs mit dem italienweit eingeführten, sogenannten SPID (Adressen: https://my.civis.bz.it/spid_d oder https://spid.gov.it). Dabei kann man mit einem selbst gewählten Benutzernamen und Passwort auf die gewünschten Dienste zugreifen.
Abgeschafft: Zertifizierter eGov
Nicht mehr möglich ist hingegen der Zugriff über den sogenannten zertifizierten eGov-Account, also ohne Lesegerät – nur mit Benutzername und Password.
Am besten gleich SPID
Der Landestierärztliche Dienst empfiehlt all jenen, die ihre Bürgerkarte nicht aktiviert haben, gleich einen SPID zu beantragen. Landestierarzt Paolo Zambotto erklärt: „Mit SPID können die Bürger auf alle in Südtirol aktiven Online-Verwaltungsdienste zugreifen: auf jene des Landes, der Gemeinden, aber auch andere Dienste wie jene des Nationalen Institutes für Sozialfürsorge NISF/INPS oder die Agentur für Einnahmen.

Auskunft der öffentlichen Verwaltung
Hilfe und Informationen zu den Online-Diensten der öffentlichen Verwaltung: (https://my.civis.it/hilfe) oder telefonisch unter 800 816836 (Mo.–Fr., 9–17 Uhr)