Südtiroler Landwirt, Südtiroler Bauernjugend | 15.03.2018

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Einen Blick in die Zukunft wagte die Südtiroler Bauernjugend im Rahmen ihrer 48. Mitgliederversammlung am Sonntag, dem 4. März, im Waltherhaus in Bozen. Mit der Wahl der Landesleiterin-Stellvertreterin Sofia Maria Pradi ist die Landesführung wieder komplett.

Mit großer Freude nahm die Familie Werner Mitterutzner und Stefanie Dorfmann den Raiffeisen-Jungbergbauernpreis entgegen.

Mit großer Freude nahm die Familie Werner Mitterutzner und Stefanie Dorfmann den Raiffeisen-Jungbergbauernpreis entgegen.

„Wir alle haben Sehnsüchte und Träume, wie unser Leben in der Zukunft sein soll. Auch wenn sich die Ziele jedes Einzelnen unterscheiden, kann doch ein gemeinsamer Weg dorthin führen“, betonte Angelika Springeth, Landesleiterin der Südtiroler Bauernjugend (SBJ). „Die Südtiroler Bauernjugend ist ein Treffpunkt für junge Menschen mit neuen Ideen und Zielen. Im Austausch werden diese zu Plänen, die die Zukunft auf dem Hof verbessern“, ergänzte Landesobmann Wilhelm Haller.

Sofia Maria Pradi ist neue Landesleiterin-Stellvertreterin
Erster Höhepunkt war die Wahl einer Landesleiterin-Stellvertreterin. Der Posten war bei den letzten Wahlen unbesetzt geblieben. Mit Sofia Maria Pradi aus Pinzagen bei Brixen ist die Landesführung nun wieder vollständig. Sie ließ sich bei der heurigen Mitgliederversammlung als Kandidatin aufstellen und wurde einstimmig ins Amt gewählt.

Mit Leib und Seele am Hof
Der Raiffeisen-Jungbergbauernpreis, gestiftet von den Südtiroler Raiffeisenkassen, ging diesmal an Familie Werner Mitterrutzner und Stefanie Dorfmann vom Außerranzurerhof in Latzfons. Stefanie und Werner leben gemeinsam mit ihren zwei Kindern Jonas und Lena (vier und eineinhalb Jahre), Werners Eltern und seinem jüngeren Bruder auf dem Hof. Bei der täglichen Arbeit helfen alle tatkräftig mit. Der Bergbauernhof liegt auf 1200 Metern und weist 122 Erschwernispunkte auf. Zum Außerranzurerhof gehören sieben Hektar Wiese und zwanzig Hektar Waldfläche. Im Stall werden zwölf Kühe und sechs Jungtiere der Rasse Braunvieh gehalten. Zwei Tiroler Steinschafe und zehn Hühner vervollständigen den Tierbestand auf dem Hof. Werner ist gelernter Tischler und hat im Jahr 2012 mit seiner Frau den Hof übernommen. Neben seiner Arbeit als Landwirt ist er auch in mehreren Verbänden und Vereinen tätig. Von 2008 bis 2012 war Werner Ortsobmann der Südtiroler Bauernjugend Latzfons und auch Mitglied des Mäherteams. Seine Frau Stefanie absolvierte die Handelsoberschule und besuchte zusätzlich einen Käseherstellungskurs, einen Brotbackkurs und einen Trachtennähkurs. Zurzeit ist Stefanie in Mutterschutz, da sie im April ihr drittes Kind erwartet. „Werner und Stefanie leben und arbeiten auf dem Hof und sind für uns ein Vorzeigemodell einer jungen, modernen bäuerlichen Familie, die ihre Zukunft am Hof gefunden hat“, unterstreicht Alex Perathoner, Bezirksobmann des SBJ-Bezirks Eisacktal.

Fünfmal Gold verliehen
Gleich fünfmal sagte die Südtiroler Bauernjugend „Vergelt’s Gott!“ und verlieh dabei verdienten Funktionären das Ehrenzeichen in Gold. Christine Tschurtschenthaler, ehemalige Landessleiterin der Südtiroler Bauernjugend, konnte auf zwölf Jahre Funktionärstätigkeit in verschiedenen Funktionen zurückblicken. Zuletzt lenkte sie sechs Jahre die Geschicke der Bauernjugend als Landesleiterin. Mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet wurden auch Renate Pedrotti aus Kurtinig, Georg Mantinger aus Latsch, Sabine Marsoner aus St. Pankraz, Matthias Senoner aus Wolkenstein.
Ein großer Dank ging auch an den ehemaligen Landessekretär Andreas Mair, der im Februar 2018 als Geschäftsführer zum Wirtschaftsring gewechselt hat.
Abschließend verkündete Landesobmann Wilhelm Haller: „Wir gestalten die Zukunft der Landwirtschaft. Dabei geht es darum, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, eine Strategie in der Gegenwart auszuarbeiten und diese in der Zukunft umzusetzen.“