Südtiroler Landwirt, Förderungen | 16.02.2018

Förderung forstlicher Maschinen

Ab 19. Februar können Waldeigentümer und Holzschlägerungsunternehmen wieder um eine Förderung für den Ankauf von forstlichen Maschinen ansuchen. Alle Infos zu den Kriterien und Absprechpartnern gibt es hier.

Für Spezialgeräte wie einen Laufwagen können nur Schlägerungsunternehmen, nicht aber Waldeigentümer ansuchen.

Für Spezialgeräte wie einen Laufwagen können nur Schlägerungsunternehmen, nicht aber Waldeigentümer ansuchen.

Diese Förderung unterstützt Investitionen in Techniken der Forstwirtschaft sowie in der Verarbeitung, Mobilisierung und Vermarktung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Eine Übersicht über die geförderten Maschinen gibt Tabelle 1. Es handelt sich dabei um eine Untermaßnahme (Nr. 8.6.) des Entwicklungsplanes für den ländlichen Raum 2014–2020.

Ziel der Maßnahme
Ihr Ziel ist die Modernisierung des Maschinenparks für eine effizientere, rationellere und nachhaltigere Holzernte und Erstverarbeitung des Holzes, die Steigerung der Produktivität bzw. Kostenreduzierung in der Waldarbeit, bei gleichzeitiger Erhöhung der Arbeitssicherheit, und die Förderung von boden- und ressourcenschonenderen Produktionsverfahren für das Waldökosystem.

Start am 19. Februar
Von 19. Februar bis 31. März können die vollständigen Gesuche bei den Forstämtern und beim Amt für Bergwirtschaft eingereicht werden. Es gilt das Datum des Poststempels oder der E-Mail. Vor und nach dem genannten Termin eingereichte Gesuche können nicht berücksichtigt werden!

Zwei Gruppen können Gesuche stellen:
a) Waldeigentümer, also Private, Interessentschaften, Gemeinden, Eigenverwaltungen bürgerlicher Nutzungsrechte. Sie müssen in der Handelskammer als „landwirtschaftliche Unternehmen“ eingetragen sein. Für den Kauf einer Seilwinde oder Zange müssen sie Eigentümer von mindestens einem Hektar Wald sein, fünf Hektar sind beim Kauf eines hydraulischen Holzkrans Voraussetzung;
b) Schlägerungsunternehmen, also Kleinstunternehmen, die in der Handelskammer eingetragen sind.

Anerkannte Kosten
Anerkannt werden die Kosten laut Kostenvoranschlag und im Rahmen der von der Fachkommission festgelegten und am 5. Dezember 2016 genehmigten Höchstpreise ohne Mehrwertsteuer. Sind die Preise nicht in der Preisliste angeführt, können in Alternative dazu mindestens drei Kostenvoranschläge von vergleichbaren Maschinen vorgelegt werden.
Gemeinden und andere öffentliche Körperschaften müssen zudem auch die Unterlagen für die Ausschreibung beilegen: Ausschreibungsprotokoll und Beschluss über den Zuschlag.
Die Ausgaben müssen durch Rechnungen belegt sein.

LW3_Forstmaschinen 1

Verpflichtungen
Antragsteller müssen berücksichtigen, dass nur der Ankauf von neuen Maschinen gefördert wird. Die zur Finanzierung zugelassenen Mindestkosten pro Maschine betragen bei Waldeigentümern 2500 Euro, die zugelassenen Höchstkosten 30.000 Euro. Bei den Schlägerungsunternehmen betragen die zugelassenen Mindestkosten pro Maschine 5000 Euro, die zugelassenen Höchstkosten 200.000 Euro (alle ohne MwSt.). Die Maschine darf fünf Jahre lang nicht veräußert werden.

Einreichen der Ansuchen
Die Ansuchen können – ausgefüllt, unterzeichnet und mit vollständigen Dokumenten – auf folgenden Wegen abgegeben werden: persönlich bei den zuständigen Forstämtern und im Landesamt für Bergwirtschaft; per Post (Brennerstraße 6, 39100 Bozen) oder per E-Mail.
Unvollständige Gesuche werden nicht angenommen. Das Informationsblatt und die Formulare für die „ELR – Untermaßnahme 8.6“ gibt es auch im Internet: , ELR – Untermaßnahme 8.6.

Erforderliche Dokumente
1. Dokumente und Daten beim Gesuchsantrag:

- Gesuchsformular Vordruck ELR 1305/2013 mit Angabe von Name, Adresse, Telefonnummer, Steuernummer, Mehrwertsteuernummer, PEC-Adresse und Bankdaten (IBAN-Kodex)
- Fotokopie eines gültigen Ausweisdokumentes (beidseitig)
- Erklärung Doppelfinanzierung
- Detaillierter Kostenvoranschlag von einer oder mehreren Lieferfirmen ohne Mehrwertsteuer mit Angabe des Modells und der Typologie der Maschine; evtl. Zubehör; Ausstellungsdatum (die Gültigkeit des Angebotes darf in der Regel 90 Tage nicht überschreiten); evtl. Lieferdatum der Maschine.
- INPS/NISF-Kodex (nur für Schlägerungsunternehmen)

Zur Rangordnung-Erstellung zählen zudem:
- Teilnahmebestätigungen über besuchte Kurse (Waldarbeitergrundkurs oder andere mit der Waldarbeit zusammenhängende Kurse oder Weiterbildungsveranstaltungen);
- Bestätigung über eine mindestens fünfjährige Waldarbeitertätigkeit.

2. Erforderliche Dokumente für die Auszahlung (Abgabetermin 31.7.2018):
- Formular Antrag um Auszahlung
- Originale Rechnung mit Angabe der CUP-Nummer
- Originaler Überweisungsbeleg mit Angabe der CUP-Nummer
- INAIL-Meldung: Bestätigung über die Meldung der Inbetriebnahme an das INAIL für Maschinen mit einer Tragfähigkeit von mehr als 200 Kilogramm
- Antimafia-Erklärung bei Beiträgen über 25.000 Euro

Die Rangordnung
Damit ein Projekt gefördert werden kann, müssen mindestens fünf Punkte in der Rangordnung erreicht werden. Die Rangordnung wird nach den festgelegten Auswahlkriterien erstellt, im Mai genehmigt und dann den Gesuchstellern über die PEC-E-Mail-Adresse zugestellt.
Die Rangliste der Projekte wird nach der Zahl der Kriterien festgelegt, die auf die einzelnen Projekte zutreffen.

LW3_Forstmaschinen 2

Auszahlung
Dem Antrag um Auszahlung muss die Rechnung in Original (mit Angabe der CUP-Nr.) und der Überweisungsbeleg (mit Angabe der CUP-Nr.) beigelegt werden.
Die CUP-Nummer wird jedem Antragsteller nach Einlangen des Gesuches beim Amt für Bergwirtschaft zugeschickt. Sie muss sowohl auf der Originalrechnung als auch auf dem Überweisungsbeleg als Zahlungsgrund angegeben werden. Dies gilt auch für Anzahlungen.
Für Maschinen mit einer Tragfähigkeit von mehr als 200 Kilogramm ist die Bestätigung über die Meldung der Inbetriebnahme an das INAIL vorzulegen (zusammen mit dem Antrag um Auszahlung).
Diese Dokumente zur Auszahlung müssen spätestens bis 31. Juli im Landesamt für Bergwirtschaft eingereicht werden.
Bei Lieferschwierigkeiten von größeren Maschinen müssen die Antragsteller bis 31. Juli zusammen mit dem Antrag um Auszahlung mindestens einen Anzahlungsbeleg oder einen Kaufvertrag vorlegen. Das Landesamt für Bergwirtschaft weist darauf hin, keine Zahlungen in bar oder mittels Scheck vorzunehmen!
Liegt das Rechnungsdatum vor dem Gesuchsdatum, wird das Gesuch von der Förderung ausgeschlossen – ebenso, wenn bei einer Kontrolle vor Ort Unregelmäßigkeiten festgestellt werden.