Markt | 01.12.2017

191 Bestnoten für Südtiroler Weine

Wie jedes Jahr wurden auch heuer die besten Weine Italiens von den wichtigsten italienischen Weinführern ausgezeichnet. Südtirols Weine sind auch dieses Jahr wieder vorne mit dabei. Mit insgesamt 191 Bestnoten konnte sogar das ausgezeichnete Vorjahresergebnis übertroffen werden.

Fast 200 Mal wurde heuer ein Südtiroler Wein in einem der bekannten Weinführer ausgezeichnet. (Foto: EOS/Florian Andergassen

Fast 200 Mal wurde heuer ein Südtiroler Wein in einem der bekannten Weinführer ausgezeichnet. (Foto: EOS/Florian Andergassen

Gambero Rosso, L’Espresso, Veronelli, Slow Wine, Vini Buoni, Doctor Wine, Vitae und Bibenda – die bekanntesten und wichtigsten Weinführer Italiens haben auch 2017 Auszeichnungen für die besten Weine verteilt. Darunter finden sich wieder zahlreiche Südtiroler Sorten. Wie schon im Vorjahr wurden die meisten Bestnoten für Südtiroler Weine von Vitae des AIS vergeben, nämlich 34. Darauf folgen 29 Prämierungen „3x100 vini“ von L’Espresso, 27 „Tre Bicchieri“ von Gambero Rosso, 25 „Faccini“ von Doctor Wine, 23 „Grandi Vini und Vini Slow“ von Slow Wine, 21 „Cinque Grappoli“ von Bibenda, 17 „Super Tre Stelle“ von Veronelli und 15 „Corone“ von Vini Buoni.

Kellerei Terlan hat knapp die Nase vorn
Erfolgreichste Kellerei der Region war die Kellerei Terlan, die insgesamt 14 Auszeichnungen einstreichen konnte. Bereits vor zwei Jahren hatte die Kellerei mit 18 Bestnoten die Nase vorn, bevor sie letztes Jahr von der Kellerei Tramin abgelöst wurde, die diesmal 13 Auszeichnungen und Platz zwei für sich beanspruchen konnte. Die Kellereien St. Michael Eppan und Girlan sowie das Weingut Tiefenbrunner teilen sich den dritten Platz mit jeweils neun Prämierungen. Für die Familie Aurich vom Castel Juval gab es sieben Top-Bewertungen, während es für die Kellerei Bozen, den Ansitz Waldgries von Christian Plattner und das Weingut Köfererhof zu jeweils sechs Auszeichnungen reichte. Je fünf Auszeichnungen gab es für fünf Kellereien, Weingüter und Freie Weinbauern.

Der Wein mit den meisten Bestnoten
Der erfolgreichste Wein kommt mit dem Müller-Thurgau Feldmarschall von Fenner 2015 von Tiefenbrunner. Er schaffte es zu Bestnoten in sechs verschiedenen Führern. Dicht dahinter liegen der Gewürztraminer Nussbaumer 2015 der Kellerei Tramin und der Vinschgau Riesling Weingarten Windbichel 2015 vom Weingut Unterortl mit fünf Auszeichnungen. Drei Weine schafften eine Auszeichnung in jeweils vier Weinführern: der Terlaner Sauvignon Quarz 2015 und der Terlaner Rarity 1991 der Kellerei Terlan, sowie – als erster Südtiroler Rotwein – der Lagrein Mirell 2014 vom Ansitz Waldgries. Elf Weine wurden von drei Führern ausgezeichnet, 19 von zweien und ganze 93 weitere konnten eine Auszeichnung ergattern.
Insgesamt sind es 36 Weine mit mehr als einer Prämierung, die sich unterteilen lassen in 20 Weißweine, 11 Rotweine, vier Süßweine und einen Südtiroler Sekt.

Vier Sonderpreise für Südtirol
Auch bei den Sonderpreisen der Weinführer waren Südtiroler Weine vertreten. Zweimal staubte die Kellerei Terlan ab – einmal den „Premio qualità diffusa“ von Doctor Wine und einen weiteren Sonderpreis gab es für den Rarity 1991 für seine besondere Langlebigkeit. Das Weingut Manincor von Graf Goëss Enzenberg in Kaltern konnte sich für den Sauvignon Tannenberg 2015 über den „Premio d’eccellenza“ von Vitae freuen. Den Gewürztraminer Exilissi 2013 von Baron Di Pauli nennt L’Espresso als einen von 20 Weinen, die der Zeit trotzen werden.
Seit dem Jahr 2011 steigt die Anzahl der Auszeichnungen für Südtiroler Weine. Nach den 87 Top-Bewertungen jenes Jahres stieg die Zahl stetig, vom vergangenen Jahr auf diesmal um 18 Prämierungen.