Produktion | 22.11.2017

Grüne Innovation am Bergbauernhof

Am Schornhof in Aldein hat sich kürzlich im Rahmen des europäischen Projekts „Inno4Grass“ die erste Südtiroler Diskussionsgruppe eingefunden, um sich über eine effiziente und innovative Bewirtschaftung von Grünlandflächen auszutauschen.

Der Biolandwirt Markus Lintner erklärt seine Wirtschaftsweise mit Mahd und Beweidung am Schornhof in Aldein. (Foto: Versuchszantrum Laimburg)

Der Biolandwirt Markus Lintner erklärt seine Wirtschaftsweise mit Mahd und Beweidung am Schornhof in Aldein. (Foto: Versuchszantrum Laimburg)

Das Treffen wurde vom Versuchszentrum Laimburg in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Bauernbund und dem Beratungsring Berglandwirtschaft BRING koordiniert, wobei auch verschiedene Interessenvertreter des Bereichs Berglandwirtschaft und Grünlandwirtschaft involviert waren.
Ausschließlich Verwendung von Futtermitteln, die zu 100 Prozent von den Flächen des eigenen Betriebs stammen; Haltung einer weidetauglichen Kuhrasse; eine an die Jahreszeit angepasste flexible Kombination von Mahd und Beweidung; Erhaltung der Artenvielfalt in den ökologisch wertvollsten Flächen und genügend Raum, um Hierarchien und Erfordernisse des Viehs zu berücksichtigen. Der Biolandwirt Markus Lintner vom Schornhof in Aldein hat ganz klare Vorstellungen darüber, wie man Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere fördern könnte.

Höhere Qualität und weniger Aufwand
Eine Strategie, die für Lintner nicht nur eine höhere Qualität des Fleischs garantiert, sondern auch zu einer Verminderung der Arbeitsbelastung und der Arbeitszeit führt.
Die Methoden der Tierhaltung am Schornhof waren Thema der ersten Diskussionsgruppe, die im Rahmen des europäischen Projekts „Inno4Grass“ stattfand, um Beispiele für Innovation in der Landwirtschaft zu analysieren. Finanziert wird das Projekt „Inno4Grass“ mit Mitteln aus dem EU-Rahmenprogramm Horizon 2020.

Acht Diskussionsgruppen analysieren Beispiele für Innovation
Die Diskussionsgruppen in Südtirol werden von der Arbeitsgruppe Grünlandwirtschaft des Versuchszentrums Laimburg in enger Zusammenarbeit mit dem Innovationsschalter des Südtiroler Bauernbunds und dem Beratungsring Berglandwirtschaft BRING organisiert und koordiniert. Bis Ende 2019 sind insgesamt acht Diskussionsgruppen in Südtirol vorgesehen. Ziel des Projekts „Inno4Grass“, in dessen Rahmen die Diskussionsgruppen stattfinden, ist es mithilfe eines multidisziplinären Ansatzes Beispiele für Innovation in der Praxis und in den von den Landwirten entwickelten Systemen bezüglich Bewirtschaftungsweise, Instrumente, Maschinen und Ausstattung zu identifizieren und zu analysieren.

Rentabilität der Grünlandbetriebe erhöhen
Langfristiges Ziel des Projekts ist es die Rentabilität der europäischen Grünlandbetriebe bei einer gleichzeitigen Lieferung von Ökosystemdienstleistungen zu erhöhen. „Mit diesem Projekt möchten wir alle Landwirte über die Stärken, Voraussetzungen und mögliche Schwierigkeiten der Innovation informieren“, erklärt Giovanni Peratoner, der den Fachbereich Berglandwirtschaft verantwortet und das Projekt auf lokaler Ebene leitet. „Bei unserer Arbeit gehen wir darum gezielt auf den Bedarf und die Erwartungen der Landwirte ein.“