Markt | 14.11.2017

Großhandelspreise für Äpfel

Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO in Bozen veröffentlicht regelmäßig eine Auflistung von Großhandelspreisen für verschiedene Produkte. Mit der Veröffentlichung dieser Preise für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten wollen wir eine Orientierung für die Lage am Apfelmarkt bieten. Die Preise für Oktober 2017 sind jetzt verfügbar. von Bernhard Christanell

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Das WIFO erhebt monatlich die Preise, die die Genossenschaften an die Einzelhändler verrechnen.

Ein Blick auf die jüngsten Großhandelspreise für den Monat Oktober zeigt, dass die neue Verkaufssaison mit dem Start der Ernte sehr gut angelaufen ist. Für den Monat Oktober (in der Grafik ganz rechts) hat das WIFO unter anderem Preise für die Sorten Fuji, Braeburn, Kanzi, Gala, Red Delicious, Granny Smith und Golden Delicious erhoben, die Spätsorte Cripps Pink war im Oktober noch nicht verfügbar.
Vor allem der Vergleich mit dem Vergleichmonat des Vorjahres zeigt deutliche Preisunterschiede: Für Kanzi gab es im Durchschnitt 1,12 €/kg (im Vergleich dazu im Oktober 2016: 1,00 €/kg), für Fuji 1,03 €/kg (im Oktober 2016 noch nicht verfügbar), für  Gala 0,92 €/kg (Okt. 2016: 0,67 €/kg), für Golden Delicious 0,91 €/kg (Okt. 2016: 0,52 €/kg), für Braeburn 0,86 €/kg (im Oktober 2016 noch nicht verfügbar), für Red Delicious 0,82 €/kg (Okt. 2016: 0,61 €/kg) und für Granny Smith ebenfalls 0,82 €/kg (Okt. 2016: 0,63 €/kg).

Aus der untenstehenden Grafik ist die Entwicklung der Preise seit August 2015 ersichtlich.




Zu den Daten
Das Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) der Handelskammer Bozen veröffentlicht die Großhandelspreise einmal pro Monat. Großhandelspreise sind jene Preise, welche der Großhändler an den Einzelhändler weiterverrechnet – im Falle der Äpfel sind dies also die Preise, welche die Genossenschaften an ihre Kunden verrechnen. Das WIFO gibt dabei für die wichtigsten Südtiroler Apfelsorten die Preise nach Qualitätsstufe und Fruchtgröße getrennt an – und zwar jeweils den Mindestpreis, den Höchstpreis und den Durchschnittspreis. Diese veröffentlichten Preise geben natürlich nicht die oft sehr rasche Preisentwicklung am aktuellen Markt wieder, sondern sind vielmehr eine Orientierung für den Marktverlauf im vorhergehenden Monat. Auch mit den Auszahlungspreisen für die Bauern lassen sich die Preise natürlich nicht direkt vergleichen, weil die Auszahlungen ja immer erst im darauf folgenden Jahr erfolgen.