Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 09.11.2017

Basiswahl: Kandidatenliste füllt sich

Die um die Vorsitzenden von SBO, SBJ und SV erweiterten SBB-Bezirksbauernräte haben ihre Nominierungen für die Basiswahl abgeschlossen. Mit den beiden Fixstartern Maria Kuenzer und Sepp Noggler umfasst die Kandidatenliste bereits sieben Namen. Weitere Namen können noch folgen. von Ulrich Höllrigl, SBB-Vizedirektor

Die Mitglieder aller vier bäuerlicher Organisationen bestimmen in der Basiswahl ihre Landtagskandidaten: Der erste Schritt ist getan.

Die Mitglieder aller vier bäuerlicher Organisationen bestimmen in der Basiswahl ihre Landtagskandidaten: Der erste Schritt ist getan.

In allen Bezirken haben speziell erweiterte Bezirksbauernratssitzungen stattgefunden. Es ging darum, Kandidatinnen und Kandidaten für die Basiswahl zu nominieren. Diese werden sich Anfang Dezember, wenn allen rund 45.000 Mitgliedern des Bauernbundes, der Bäuerinnenorganisation, der Bauernjugend und der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, der Stimmzettel ins Haus flattert, der Basiswahl stellen.
Noch ist die Liste aber nicht komplett: Es gibt nämlich noch weitere Möglichkeiten: Wer 500 Unterschriften von Mitgliedern aller bäuerlichen Organisationen sammelt, kommt auch auf die Liste. Derzeit sind Christoph Mitterhofer und Andreas Leiter-Reber dabei, diese Unterschriften einzuholen. Auch die Landesgremien von Bauernbund, Bäuerinnenorganisation, Bauernjugend und Seniorenvereinigung haben noch die Möglichkeit, bis zum 24. November je einen weiteren Kandidaten zu nominieren, um die Liste gegebenenfalls zu ergänzen.

Vorstellung in Verbandsmedien
Sobald die Liste komplett ist, werden alle Kandidatinnen und Kandidaten im „Südtiroler Landwirt“ und in den Medien der bäuerlichen Organisationen ausführlich vorgestellt.
Dann sind die Mitglieder am Zug: Sie bestimmen über die Basiswahl die vier Kandidatinnen und Kandidaten, die als bäuerliche Landtagskandidaten unterstützt werden.

Zwei Fixstarter
Maria Kuenzer und Sepp Noggler sind als amtierende Landtagsabgeordnete bereits fix für die Liste gesetzt. Bei der Basiswahl müssen sie sich aber wie alle anderen Kandidaten auch den Mitgliedern zur Wahl stellen. Das Ergebnis in den Bezirken soll mit den Worten der jeweiligen Bezirksobmänner zusammengefasst werden.
Es bestand die Möglichkeit, dass sich Kandidaten außer in ihrem Heimatbezirk auch in anderen Bezirken der Abstimmung stellen.

Bezirk Burggrafenamt
Bereits im Juli war ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, wonach der Bezirk Burggrafenamt keinen Kandidaten für die Basiswahl nominieren wird. Bezirksobmann Bernhard Burger bekräftigte: „Wir stehen hinter den Kandidaten, die aus der landesweiten Basiswahl siegreich hervorgehen und dann für die Landtagswahl unterstützt werden. Der erweiterte Bezirksbauernrat Burggrafenamt nominiert keinen Kandidaten. Dies auch aus Respekt vor Landesrat Arnold Schuler, der sich der Basiswahl nicht stellt.“

Bezirk Eisacktal
Der Bezirk Eisacktal mit Obmann Konrad Obexer nominiert Joachim Reinalter, den Obmann des Sennereiverbandes: „Das Eisacktal hat zwar keinen Kandidaten aus dem eigenen Bezirk. Aber auch Kandidaten aus anderen Bezirken setzen sich für die Belange der Landwirtschaft ein. Der Bezirk Eisacktal hat abgestimmt und unterstützt die Basiswahl-Kandidatur von Joachim Reinalter“, erklärt Obexer.

Bezirk Unterland
Neben dem Kurtatscher Landtagsabgeordneten Oswald Schiefer wurde Joachim Reinalter aus Percha nominiert. Bezirksobmann Reinhard Dissertori erklärte: „Das Unterland steht geschlossen hinter der Kandidatur von Oswald Schiefer. Er war in den vier Jahren, seit denen er im Landtag sitzt, stets ein verlässlicher Ansprechpartner und hat gezeigt, dass er hinter der Landwirtschaft steht. Auch Joachim Reinalter hat ein sehr starkes Ergebnis im Bezirksbauernrat eingefahren. Dass dies im Unterland als fast ausschließlichem Obst- und Weinbaubezirk möglich ist, ist als Zeichen der großen Solidarität mit der Berglandwirtschaft zu werten.“

Bezirk Pustertal
Im  erweiterten Bezirksbauernrat haben sich der Gadertaler Bauernbund-Gebietsobmann Manfred Vallazza und Bauernbund-Bezirksobmann-Stellvertreter Joachim Reinalter durchgesetzt. Dass Manfred Vallazza vorne liegt, sieht Bezirksobmann Anton Tschurtschenthaler als klares Signal für das Gadertal: „Es zeigt, dass er als Kandidat von den bäuerlichen Organisationen des Pustertals breit mitgetragen wird. Auch Joachim Reinalters Kandidatur wird von seinem Heimatbezirk aktiv unterstützt“, betonte Tschurtschenthaler. Darüber hinaus wird die Kandidatur von Maria Hochgruber Kuenzer und Sepp Noggler unterstützt.

Bezirk Bozen
Das Rennen im Bezirk Bozen dabei zwei Kandidaten gemacht, die beide aus dem Bezirk kommen: Franz Locher und Benjamin Reckla. Locher ist kein Unbekannter, er ist u. a. Bürgermeister von Sarntal. Zweiter Kandidat ist der junge Benjamin Reckla. Er stammt von einem Obst- und Weinbaubetrieb in Eppan und ist ein gänzlich neues Gesicht. Der Bozner Bezirksobmann Karl Framba erklärt dazu: „Mich freut besonders, dass es uns gelungen ist, zwei Kandidaten zu nominieren, die sowohl die Berg- als auch die Tallandwirtschaft abdecken. Franz Locher bringt langjährige Erfahrung als Gemeindeverwalter mit, Benjamin Reckla jugendliches Engagement und wirtschaftliches Fachwissen.“

Bezirk Vinschgau
Als letzter tagte der Bezirk Vinschgau. Hier wurde die Unterstützung des Fixstarters Sepp Noggler bekräftigt. Bezirksobmann Raimund Prugger fasste das Ergebnis zusammen: „Wir als Bezirk Vinschgau werden unseren Kandidaten Sepp Noggler, der eine sehr gute Arbeit geleistet hat, bei der Basiswahl stark unterstützen. Wir glauben auch, dass die große Erfahrung und der politische Weitblick von Sepp Noggler für Südtirols Landwirtschaft insgesamt von Vorteil ist.“

Grafik Basiswahl