Produktion | 27.10.2017

Weltweit weniger Wein

Die globale Weinproduktion wird in diesem Jahr – ohne Berücksichtigung der Saft- und Mostherstellung – voraussichtlich auf eines der niedrigsten Niveaus der vergangenen Jahrzehnte sinken. Das schätzt die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV). von AgraEurope

Der Jahrgang 2017 wird weltweit gesehen eher klein ausfallen.

Der Jahrgang 2017 wird weltweit gesehen eher klein ausfallen.

Laut Schätzung wird das Aufkommen mit insgesamt 246,7 Millionen Hektoliter um 8,2 Prozent kleiner ausfallen als im Vorjahr. Als Hauptgrund für den Produktionsrückgang gibt das OIV widrige Witterungsbedingungen insbesondere in den Anbaugebieten in Westeuropa an.

Fast ein Viertel weniger Wein in Italien
Für das weltweit führende Erzeugerland Italien rechnet die Organisation mit einer Verringerung der Weinmenge um 23 Prozent gegenüber 2016 auf den historisch niedrigen Stand von 39,3 Millionen Hektoliter. In Frankreich werde die Erzeugung um 19 Prozent auf 36,7 Millionen Hektoliter sinken, in Spanien um 15 Prozent auf 33,5 Millionen Hektoliter und in Deutschland um zehn Prozent auf 8,1 Millionen Hektoliter. Österreichs Weinproduktion soll um 23 Prozent auf 2,4 Millionen Hektoliter und Portugals um ein Zehntel auf 6,6 Millionen Hektoliter zulegen.
Bezüglich der Erzeugung in den USA zeigt sich die OIV unsicher. Zahlen aus dem August ließen zwar auf eine nahezu unveränderte Weinproduktion von 23,3 Millionen Hektoliter schließen; allerdings seien dabei noch nicht die Auswirkungen der schweren Brände berücksichtigt, die kürzlich in Kalifornien ausgebrochen seien. Eine nur relativ geringfügige Änderung der Weinmenge zu 2016 meldet die OIV für Südafrika mit 10,8 Millionen Hektoliter.