Produktion | 11.10.2017

AGRIOS: Abschlusskontrollen starten

Wer am AGRIOS-Programm für den integrierten Obstbau teilnimmt, muss sich jetzt um sein Betriebsheft kümmern. In der kommenden Woche starten nämlich die Abschlusskontrollen der Südtiroler Qualitätskontrolle.

Wer falsche oder keine Angaben im Betriebsheft vermerkt, muss mit dem Ausschluss aus dem AGRIOS-Programm rechnen.

Wer falsche oder keine Angaben im Betriebsheft vermerkt, muss mit dem Ausschluss aus dem AGRIOS-Programm rechnen.

Besonders bei den spät reifenden Sorten wurden nach der Betriebsmappen-Kontrolle im heurigen Sommer teilweise noch mehrere Spritzungen vorgenommen. Deshalb muss nun überprüft werden, ob die eingetragenen Behandlungen richtlinienkonform sind und ob die vorgeschriebenen Wartefristen eingehalten wurden. Die Südtiroler Qualitätskontrolle ersucht darum alle teilnehmenden Produzenten, ihre Aufzeichnungen auf den letzten Stand zu bringen und das vollständig ausgefüllte Betriebsheft spätestens bis 8 Uhr zum unten angeführten Kontrolltermin beim jeweiligen Vermarktungsbetrieb abzugeben. Falls kein Betriebsheft zur Kontrolle vorgelegt wird, führt dies zum Entzug der AGRIOS-Zertifizierung.

Vermarktungsbetrieb

Kontrolle ab

Kurmark-Unifrut, OG Roen, Obstversteigerung Unterland, Grufrut group

18.10.

Kaiser Alexander, Clementi, OG Zwölfmalgreien, Fruchthof Überetsch, Obstversteigerung Sigmundskron, Frubona OG Terlan

25.10.

EGMA Vilpian, FOS, Lanafruit, OG Lana, Bio Südtirol, Cofrum, CAFA Meran, Melany, Melix-Brixen

2.11.

 

Die Produzenten der VI.P müssen die digital geführten Betriebshefte bis spätestens Montag, 23. Oktober übermitteln. Im Betriebsheft müssen die folgenden Angaben vermerkt sein:

  • Alle    Dünger-    und    Pflanzenschutzmitteleinsätze (einschließlich der Herbizidanwendungen), welche nach der letzten Kontrolle noch vorgenommen wurden;
  • Falls eine Behandlung nur bei einzelnen Sorten eines Grundstückes durchgeführt wurde, ist dies in der entsprechenden Spalte zu vermerken. Andernfalls muss angenommen werden, dass die gesamte Anlage behandelt wurde.
  • Das genaue Datum des Erntebeginns der einzelnen Sorten: Dabei ist für die einzelnen Sorten in den einzelnen Anlagen das genaue Datum anzugeben, an welchem tatsächlich mit der Ernte begonnen wurde. Geschätzte Angaben oder Eintragungen wie beispielsweise „Anfang September“ oder „ca. 12.10.“ werden von den Technikern zurückgewiesen.

Achtung auf Karenzzeiten

Da es in der Praxis des öfteren Missverständnisse zur Berechnung des ersten möglichen Erntetermins gibt, weisen die AGRIOS die Bauern darauf hin, dass dieser nach der folgenden Formel berechnet wird: Spritzdatum + Karenzzeit + 1 Tag = erster möglicher Erntetermin. Wenn beispielsweise ein Pflanzenschutzmittel mit 15 Tagen Wartefrist am 3. August eingesetzt wird, ergibt sich als erster möglicher Erntetermin der 19. August. (3+15+1=19).