Wirtschaft | 27.09.2017

Gemeinsam an Zukunft bauen

Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer sind der Einladung des Südtiroler Wirtschaftsrings (swr-ea) zur Generalversammlung in den NOI Techpark in der Bozner Industriezone gefolgt. Präsident Leo Tiefenthaler ging auf die wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre ein.

Die swr-ea-Führungsspitze bei der Versammlung im NOI Techpark.

Die swr-ea-Führungsspitze bei der Versammlung im NOI Techpark.

Der Austragungsort der Versammlung war bewusst gewählt: „Wir haben uns für diese Baustelle entschieden, weil sie Sinnbild sein soll für unsere Zukunft, für neue Ideen und die Zusammenarbeit im Netzwerk“, erklärte Tiefenthaler.  

Bürokratische Entlastung ist Voraussetzung
In seiner Rede ging der swr-ea-Präsident dann auf die aus wirtschaftlicher Sicht größten Herausforderungen in den nächsten Jahren ein: finanzielle und bürokratische Entlastungen für Unternehmen als Rahmenbedingung, damit sich Unternehmen auf ihre eigentliche Tätigkeit konzentrieren können, Erreichbarkeit auf Straße, Schiene und mittels schnellen Datenverbindungen als strategischer Wettbewerbsfaktor und die Entwicklung von Unternehmen 4.0. „Die Digitalisierung verändert unsere Art zu leben, zu arbeiten und zu produzieren. Sie stellt gleichermaßen eine Chance und eine Herausforderung für Unternehmen und für die Gesellschaft dar. Die Tragweite der Herausforderung und die Art und Weise wie wir damit umgehen passen jedoch noch nicht zusammen. Hier müssen wir uns stärker einsetzen, damit unsere Betriebe auch im internationalen Kontext gewappnet sind“, betonte Tiefenthaler.

Raumordnung: Entwurf mit positiven Ansätzen
Klare Worte fand der Präsident auch in Bezug auf das neue Landesgesetz Raum und Landschaft: „Wir haben ein neues Gesetz mit klaren und einfachen Regeln gefordert – dazu stehen wir nach wie vor! Der Gesetzentwurf enthält einige positive Ansätze. Maßnahmen, die zu einer Verteuerung von Bauen und Wohnen führen, lehnen wir jedoch strikt ab.“ Dabei bezog sich Tiefenthaler auf die im letzten Entwurf vorgesehene Erhöhung der Baukostenabgabe und die Einführung eines sog. Wertausgleichs bei jeder Planungsmaßnahme, die zu einer Wertsteigerung der Liegenschaft führt. Er kündigte an, dass sich swr-ea auch weiterhin mit konstruktiven Vorschlägen am Gesetzgebungsprozess beteiligen wird.

Kompatscher: Richtige Entscheidungen getroffen 
Landeshauptmann und Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher ging in seinen Ausführungen auf die wirtschaftspolitischen Themen ein. „Die positive Stimmung unter den Wirtschaftstreibenden und die aktuellen Daten bestätigen, dass die Landesregierung in den letzten Jahren die richtigen Entscheidungen getroffen hat und dadurch die Weichen für diesen Aufschwung setzen konnte. Auf diesem Weg wollen wir weitermachen“, betonte er.

Innovation als Kernmotor 
Innovator Stefan Perkmann Berger zeigte in seinem Referat anhand einiger konkreter Beispiele auf, warum Innovation für Unternehmen wichtig ist. „Innovative Unternehmen sind entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg einer Region. Sie schaffen Arbeitsplätze für gut ausgebildete Arbeitskräfte, erhöhen die Attraktivität eines Standortes, sind wichtige Kooperationspartner für Neugründungen, ziehen andere Unternehmen an und tragen das Image einer Region nach außen”, betonte Perkmann Burger.

Techpark soll Unternehmen vernetzen
Abgerundet wurde die Generalversammlung mit einem Überblick von IDM-Präsident Hansi Pichler über die Tätigkeiten im NOI Techpark. „Im NOI Techpark werden auf rund eine Million Kubikmeter Unternehmen, Forschungsreinrichtungen und Studenten gemeinsam an den Stärkefeldern Südtirols forschen und diese weiterentwickeln. Zentrale Aufgabe der IDM als Betreiber wird es sein, Unternehmen und Forschungseinrichtungen durch verschiedene Programme und Modelle zu vernetzen”, betonte Pichler. Die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer zeigten sich beeindruckt von der Struktur, die Ende Oktober auch offiziell eröffnet werden soll.