Produktion | 06.09.2017

Besenwuchs-Befall auf niedrigem Niveau

Laut ersten Erhebungen ist der Anteil an Bäumen mit Apfeltriebsucht-Symptomen in den starken Befallszonen auch in diesem Jahr auf einem sehr niedrigen Niveau. Das teilt der Beratungsring für Obst- und Weinbau in einem Rundschreiben mit.

Rote Blätter alleine sind noch kein eindeutiges Indiz für Besenwuchs-Befall.

Rote Blätter alleine sind noch kein eindeutiges Indiz für Besenwuchs-Befall.

In älteren Anlagen oder in Anlagen in denen die befallenen Bäume nicht konsequent gerodet wurden, seien hingegen mehr befallene Bäume zu finden. Um das Infektionspotential niedrig zu halten, empfiehlt der Beratungsring, alle Anlagen zu kontrollieren und symptomatische Bäume jetzt während der Ernte zu markieren.

Anlagen auch nach der Ernte kontrollieren 
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass in bereits kontrollierten Anlagen nach der Ernte meist weitere Bäume mit Apfeltriebsuchtsymptomen zu finden sind. Zeigt ein Baum in den Befallslagen eine vollständige Rotlaubigkeit, ist dies in Anlagen, die normal behangen waren, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Indiz für Besenwuchs. Meist sind bei genauer Betrachtung des Baumes auch noch andere Symptome, wie kleine krautige Triebe oder vergrößerte Nebenblätter zu finden.
Der Beratungsring empfiehlt, diese Bäume zu roden und die Schnittstelle mit einem unverdünnten Glyphosatmittel zu bestreichen. Wenn die Wurzeln vollständig absterben, sind Wurzelübertragungen nicht mehr möglich. Die Wurzelstöcke sollten frühestens nach drei Wochen entfernt werden. In Anlagen, die einen ungleichmäßigen Behang oder starke Frostschäden aufweisen, ist hingegen die Rotfärbung alleine kein Indiz, da schüttere Bäume von Natur aus eine Rotlaubigkeit zeigen.