Steuerberatung | 01.08.2017

Steuererklärung: Aufschub Zahlungstermin und Aufschub Abgabefrist

Das Finanzministerium hat am 20. Juli 2017 erneut einen Zahlungsaufschub von 20 Tagen mit einem geringen Zinsaufschlag von 0,4 Prozent bis zum 21. August 2017 für einige Steuerpflichtige beschlossen. Der SBB hat den Großteil der Zahlungen zur Steuererklärung bereits zum ordentlichen Termin am 30. Juni 2017 erledigt.

Das Dekret wurde im Vergleich zu den Zahlungsaufschüben in den Vorjahren neu formuliert, weshalb einige Unklarheiten entstanden sind. Mit Pressemitteilung vom 26.07.2017 hat das Finanzministerium geklärt, dass der Zahlungsaufschub nicht nur die Steuerpflichtigen mit Unternehmenseinkommen betrifft, sondern auch Steuerpflichtige mit freiberuflichem Einkommen, sowie Steuerpflichtige mit einer Beteiligung an einer Personengesellschaft.

Steuerpflichtige, welche kein solches Einkommen aufweisen, wie z.B. die Landwirte, können diesen Zahlungsaufschub nicht beanspruchen.

Betroffen sind alle Zahlungen, welche sich aus dem Mod. REDDITI 2017, sowie der IRAP- Erklärung 2017 ergeben. Zu diesen zählen z.B. die Sozialbeiträge, die Ersatzsteuer 5% für Minimo-Betriebe und 15% für Minimo-Pauschalbetriebe, die Einheitssteuer auf die Mieteinkommen, die Vermögenssteuer IVIE und IVAFE, sowie die Jahresgebühr für die Handelskammer.

Außerdem wurde die Abgabefrist der Steuererklärungen für die telematische Übermittlung für alle Steuerpflichtigen um einen Monat auf den 31. Oktober 2017 verlängert. Die Verlängerung der Abgabefrist betrifft neben dem Mod. REDDITI 2017 auch die Erklärung zur Wertschöpfungssteuer IRAP 2017.