Bauernbund | 30.06.2017

Seppl-Lamprecht-Stipendium 2017 vergeben

Acht Bewerber und Bewerberinnen gab es diesmal, die sich für das Seppl-Lamprecht-Stipendium beworben haben. Fünf von ihnen wurden auf der Schulschlussfeier der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer ausgezeichnet. von Fachschule für Landwirtschaft Auer

Bernhard Burger, Vize-Obmann des Südtiroler Bauernbundes, neben Isabel Marasca, Maximilian Walcher, Manuel Palaoro, David Oberrauch, Lehrerin Martina Comper, Melanie Hofer und OfL-Direktor Franz Tutzer (v.l.n.r.) (Foto: Hansjörg Prenner)

Bernhard Burger, Vize-Obmann des Südtiroler Bauernbundes, neben Isabel Marasca, Maximilian Walcher, Manuel Palaoro, David Oberrauch, Lehrerin Martina Comper, Melanie Hofer und OfL-Direktor Franz Tutzer (v.l.n.r.) (Foto: Hansjörg Prenner)

Das mit 2.000 Euro dotierte Stipendium teilen sich heuer folgende Preisträger: Rafael Palaoro, Maximilian Walcher, David Oberrauch und Isabel Marasca für ihre Facharbeiten sowie die Klasse 3B PV (Produktion und Verarbeitung) für ihr oral-history-Projekt zum Jahresthema der Schule „Wurzeln schlagen - verwurzelt sein“.

Überreicht wurde der Preis von Bauernbund-Obmannstellvertreter Bernhard Burger im Innenhof von Schloss Baumgarten, dem Sitz der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer. Das Seppl-Lamprecht Stipendium wird vom Südtiroler Bauernbund im Gedenken an den Bauernbund-Vize-Obmann und bäuerlichen Regionalratsabgeordneten Seppl Lamprecht für besondere Leistungen im Bereich Landwirtschaft vergeben.

Ob sich aus heimischem Tafelobst Cidre herstellen lässt, wollte Rafael Palaoro (Klasse 5A WÖ) in seiner Facharbeit ergründen. Cidre, fermentierter Apfelsaft, hat vor allem in England und Frankreich Tradition. Palaoro hat einen Fuji-Granny-Versuch unternommen und kommt zum Schluss, dass sich Tafelobstsorten sehr wohl für die Herstellung von Cidre eignen, vorausgesetzt „es werden genügend saure Sorten verarbeitet“, so der Schüler selbst. Und denkt damit eine neue Möglichkeit an, in der Südtiroler Apfelwirtschaft zu bestehen.

Welches „Der wahre Preis der Lebensmittel“ ist, das wollte hingegen Maximilian Walcher aus der Klasse 5B PV (Produktion und Verarbeitung) wissen. Er nahm vor allem die externen Kosten, nämlich Boden, Wasser, Gesundheit, Luft und Biodiversität unter die Lupe und klärte ab, wieso diese kaum in die Preiskalkulation einfließen.

Mit der „Fütterung von Milchtieren“ beschäftigte sich David Oberrauch (Klasse 5 A Landwirtschaft und Umwelt) in seiner Facharbeit. Er erläutert zunächst das komplexe Verdauungssystem der Rinder und die Klassifizierung der Futtermittel, führt dann im zweiten Teil aufwendig durchgeführte Futtermittel- und Laboranalysen an.

Der „Gentechnik bei Nutztieren in der Lebensmittelproduktion“ ist hingegen die Facharbeit von Isabel Marasca gewidmet, Klasse 5B Produktion und Verarbeitung. Sie geht in ihrer Untersuchung ausführlich auf die Anwendung der Gentechnik bei verschiedenen Tieren ein und beschreibt positive Auswirkungen, aber auch Risiken und ethische Aspekte. Am Ende beschreibt die Schülerin auch einen gentechnischen Versuch.

Im Rahmen des Jahresthemas „Wurzeln schlagen – verwurzelt sein“ haben die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3 B unter Anleitung ihrer Lehrerin Martina Comper Großeltern oder ältere Bekannte interviewt. Entstanden sind spannende und berührende Geschichten zum Leben auf Südtiroler Bauernhöfen, dem Leben in Großfamilien, zur Kriegszeit: Geschichten, die es wert sind, nicht vergessen zu werden.