Steuerberatung | 23.06.2017

Aus UNICO wird REDDITI

Heuer kommt bei der Steuererklärung erstmals der Vordruck REDDITI zum Einsatz. Auch der letzte Zahlungstermin ist neu und fällt auf Freitag, 30. Juni. Hier die Details zu Zahlung und Abgabe.

Die Einkommensteuererklärung wird ab heuer getrennt eingereicht und ist keine Zusammenfassung der einzelnen Erklärungen mehr. Deshalb heißt die Steuererklärung nun auch nicht mehr Vordruck UNICO, sondern Vordruck REDDITI. Die Mehrwertsteuerjahreserklärung und die Erklärung zur Wertschöpfungssteuer IRAP (siehe hier) sind eine getrennte Erklärung und müssen deshalb auch jeweils getrennt eingereicht werden, falls kein Befreiungsgrund vorhanden ist.

Steuereinzahlungen
Alle Zahlungen, inklusive der ersten Rate der Akontozahlungen, müssen ab diesem Jahr nicht mehr am 16. Juni, sondern bis spätestens 30. Juni vorgenommen werden. Mit einem geringen Zinsaufschlag von 0,4 Prozent sind die Zahlungen bis Montag, 31. Juli, möglich.
Mit MwSt.-Nummer: Steuerpflichtige mit Mehrwertsteuernummer können die Zahlungen über den Vordruck F24 nur mehr mittels Homebanking oder den telematischen Kanal der Agentur der Einnahmen vornehmen. Zahlungen mit dem Vordruck F24 in Papierform sind nicht mehr möglich. Falls eine Kompensierung durchgeführt wird – unabhängig ob mit oder ohne Restschuld – muss der Steuerpflichtige die Vordrucke F24 über den telematischen Kanal der Agentur der Einnahmen (En­tratel–Fiscoonline) übermitteln.
Ohne MwSt.-Nummer: Steuerpflichtige ohne Mehrwertsteuernummer können Zahlungen ohne Verrechnungen wieder ohne Grenzen in Papierform vornehmen. In der Vergangenheit war hier eine Höchstgrenze von 1000 Euro vorgesehen. Wenn allerdings ein Guthaben kompensiert wird, ist die Übermittlung nur mehr über Homebanking bzw. über den telematischen Kanal der Agentur der Einnahmen erlaubt. Zahlungen mit Verrechnungen und einer Restschuld von null Euro sind nur mehr über den telematischen Kanal der Agentur der Einnahmen (Entratel/Fiscoonline) möglich.
Wenn Mitglieder für die Zahlungen die Dienstleistung über den Abbuchungsauftrag des Südtiroler Bauernbundes beanspruchen, garantiert der Bauernbund auf alle Fälle die richtige Zahlungsform.

Unterschreiben und telematisches Einreichen
Der Bauernbund teilt den Mitgliedern die Einkommensteuererklärung Vordruck REDDITI 2017 zwischen Ende Juni und Anfang Juli aus. Jeder Steuerpflichtige muss sie persönlich unterschreiben. Der genaue Termin für das Verteilen wird den einzelnen Personen noch mitgeteilt.
Die Übermittlung der Einkommensteuererklärung an die Finanzverwaltung erfolgt bis spätestens 2. Oktober 2017, da der 30. September ein Samstag ist. Innerhalb von 30 Tagen erhält der Steuerpflichtige die endgültige Abgabebestätigung. Sie gilt ausschließlich als Bestätigung für die getätigte telematische Übermittlung. Der Bauernbund stellt den Mitgliedern diese Abgabebestätigung der Steuer­erklärung in den Online-Diensten auf der eigenen Internetseite www.sbb.it zur Verfügung.
Das unterschriebene Original der Erklärung muss sechs Jahre lang zu Hause aufbewahrt und auf Verlangen der Steuerbehörde vorgelegt werden. Die vom Südtiroler Bauernbund abgefassten Erklärungen dürfen nicht bei der Agentur der Einnahmen nochmals eingereicht werden.

Dokumente im Internet
Die Mitglieder des Südtiroler Bauernbundes, welche die entsprechenden Dienstleistungen in  Anspruch nehmen, können die Erklärung zur Wertschöpfungssteuer IRAP und die Mwst.-Jahreserklärung in den Online-Diensten auf der Internetseite des Südtiroler Bauernbundes www.sbb.it abrufen. Im Normalfall benötigen die Steuerpflichtigen diese Erklärungen nicht.

8, 5 und 2 Promille
Acht Promille der Einkommensteuer werden für humanitäre, soziale oder religiöse Zwecke verwendet. Mit der entsprechenden Unterschrift im Vordruck REDDITI 2017 kann jeder mitentscheiden, von wem diese acht Promille verwaltet werden sollen: vom Staat, von der katholischen Kirche oder von anderen Kirchen. Die Entscheidung kann nur für eine Institution erfolgen.
Außerdem gibt der Gesetzgeber den Steuerpflichtigen die Möglichkeit, weitere fünf Promille für gemeinnützige Einrichtungen und weitere zwei Promille für politische Parteien zur Verfügung zu stellen. Zum Unterschied zu den acht Promille werden allerdings nur jene Erklärungen berücksichtigt, in denen eine Steuerschuld vorhanden ist und das entsprechend unterschrieben wurde.
Mit den Unterschriften ist keine erhöhte Steuer­abgabe verbunden.