Politik | 23.06.2017

Auch die Kleinsten in den Schulbus

Die Landesregierung hat beschlossen, die Beförderungsdienste für Schüler aller Altersstufen auch auf Kindergartenkinder auszuweiten. Die Landtagsabgeordnete Maria Hochgruber Kuenzer ist damit sehr zufrieden.

In Zukunft sollen auch die Kleinsten mit dem Schulbus in den Kindergarten fahren dürfen. (Foto: S.v.Gehren, www.pixelio.de)

In Zukunft sollen auch die Kleinsten mit dem Schulbus in den Kindergarten fahren dürfen. (Foto: S.v.Gehren, www.pixelio.de)

Kuenzer stellt mit großer Genugtuung fest, dass die neuen Richtlinien für die Beförderung von Kindergartenkindern definiert worden sind. Die Landesräte für Schule und Mobilität, Philipp Achammer und Florian Mussner, gaben den Beschluss der Landesregierung am Dienstag in ihrer Pressekonferenz bekannt.

Auslöser für diese nun erfolgreiche Ausweitung des Angebotes der Beförderungsdienste auf Kindergartenkinder war ein Beschlussantrag, den Hochgruber Kuenzer 2014 eingereicht hatte: „Ziel des Beschlussantrages war es von Anfang an, für Familien in entlegenen Weilern und Fraktionen die Beförderungsdienste in die Schulen und in die Kindergärten zu verbessern. Mit dem Beschluss der Landesregierung ist der Weg in die richtige Richtung eingeschlagen worden.“

Einige Gemeinden schon jetzt vorbildhaft
Der Präsident des Gemeindeverbandes Andreas Schatzer hatte in Vorgesprächen verlangt, dass die Beförderung aller Kindergartenkinder voll in die Zuständigkeit den Gemeinden übertragen werden. Mindestens 20 Gemeinden – darunter Brixen, Gais, Uttenheim u.a. – haben bereits bisher vorbildhaft im Sinne von Hochgruber Kuenzer alle Kindergartenkinder befördert. „Nun gilt es aufgrund des Beschlusses der Landesregierung für alle 116 Gemeinden, entsprechende Kriterien neu zu erstellen“, erklärt Hochgruber Kuenzer. Ziel soll sein, dass zusätzlich zu allen Schülern von Grund-, Mittel- und Oberschulen auch alle Kindergartenkinder in die Beförderungsdienste aufgenommen werden.

Eltern müssen jetzt Bedarf melden
Die Landtagsabgeordnete Hochgruber Kuenzer ersucht alle Gemeinden, die Kriterien für alle diese Kindergartenkinder auszuformulieren. Die Landtagsabgeordnete ruft aber auch die Eltern in entlegenen Gebieten auf, den Bedarf für ihre Kleinen bei der für sie zuständigen Gemeinde für das Schuljahr 2018/2019 anzumelden. Für das Schuljahr 2017-18 gelten noch die alten Kriterien, währenddessen können sowohl die Gemeinden als auch die Eltern den Bedarf für das nächste Schuljahr ausloten.

Diese Initiative ist wichtig und zukunftsweisend, da es damit gelingt, den ländlichen Raum weiterhin als attraktiven Wohn- und Arbeitsraum zu gestalten. Mit den neuen Kriterien rücken die entfernten Wohngebiete den Dorfzentren näher, zumindest werden die Entfernungen relativiert.