Wirtschaft | 08.06.2017

Schulobst-Programm trägt Früchte

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu – Zeit, um Bilanz zum EU-Schulobst-Programm zu ziehen: In Südtirol haben heuer 11.598 Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter in rund 800 Klassen an 159 Schulstellen am Schulobst-Programm teilgenommen. von LPA – Landespresseamt

Was ist das? Wonach riecht das? Fabian Plattner vom Haflingerhof in Jenesien mit Kindern einer Meraner Grundschulklasse während einer Begleitmaßnahme des Schulobst-Programms.

Was ist das? Wonach riecht das? Fabian Plattner vom Haflingerhof in Jenesien mit Kindern einer Meraner Grundschulklasse während einer Begleitmaßnahme des Schulobst-Programms.

In Südtirol wird das Programm seit seinem Beginn vom Direktor des Landesamtes für Landwirtschaftsdienste, Andreas Werth, koordiniert. Zum EU-Schulobst-Programm werden neben der Verteilung verschiedener Obst- und Gemüsesorten im Laufe des Schuljahres auch Begleitmaßnahmen angeboten. So haben sechs Höfe in Südtirol zu einer „Schule am Bauernhof“ eingeladen, und 425 Kinder haben in diesem Schuljahr bei zwölf Besuchen Gemüse und Obst hautnah erlebt. In Südtirol haben heuer 11.598 Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter in rund 800 Klassen an 159 Schulstellen am Schulobst-Programm teilgenommen, italienweit haben sich 1,2 Millionen Schülerinnen und Schüler beteiligt.

Ernährungstherapeuten und didaktisches Lehrmaterial
Für die Begleitmaßnahmen zeichnet der gesamtstaatliche Rat für landwirtschaftliche Forschung und Analyse (Consiglio per la ricerca in agricoltura e l'analisi dell'economia agraria) CREA verantwortlich. Dazu zählen neben Besuchen von „Schule am Bauernhof“ auch die Bewusstseinsbildung durch Ernährungstherapeuten, didaktisches Lehrmaterial und eigene Thementage. Am gestrigen Nachmittag haben die CREA-Mitarbeiter aus Trient Sergio Giannì und Lucio Di Cosmo mit Ernährungstherapeutin Paola Conzato den Haflingerhof in Jenesien besichtigt, mit dabei war auch die Südtiroler Ernährungstherapeutin Sandra Gasperotti. Mit dabei waren auch Andreas Werth und „Schule am Bauernhof“-Koordinatorin Verena Niederkofler von der Südtiroler Bäuerinnenorganisation.

Das Schulobst-Programm wird von der Europäischen Union mit 25,8 Millionen Euro und dem italienischen Landwirtschaftsministerium mit 6,4 Millionen Euro finanziert. In der EU werden pro Jahr insgesamt 150 Millionen Euro für alle EU-Mitgliedsstaaten investiert.