Südtiroler Landwirt, Förderungen | 27.04.2017

Die Tiergesundheitsprämie 2017

Wer heuer um die Tiergesundheitsprämie ansuchen möchte, muss dies vor Almauftrieb und spätestens bis 17. Juli beim zuständigen Landesamt tun. Wichtig ist auch: Damit die Tiere prämienberechtigt sind, muss der Almverantwortliche die Tierbewegungen auf die Almen melden.

Die Tiere müssen mindestens 60 aufeinanderfolgende Tage geweidet werden. (Foto: www.pixabay.com)

Die Tiere müssen mindestens 60 aufeinanderfolgende Tage geweidet werden. (Foto: www.pixabay.com)

Ab sofort ann wieder um die Tiergesundheitsprämie angesucht werden. wieder um die Tiergesundheitsprämie ansuchen. Bis zum Jahr 2020 gelten jene Förderkriterien, die im November 2015 von der EU-Kommission als mit dem Binnenmarkt vereinbar erklärt worden waren.

Die wichtigsten Regeln
Für die Antragsteller gelten hauptsächlich folgende Regeln:
- Das Ansuchen muss vollständig ausgefüllt sein.
- Das Ansuchen muss vor dem Weideauftrieb eingereicht werden. Der letzte Tag für das Versenden des Ansuchens über die eigene zertifizierte PEC E-Mail Adresse an viehzucht.zootecnia@pec.prov.bz.it oder die Abgabe des Beihilfeansuchens beim Landesamt für Viehzucht oder bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft ist Freitag, der 17. Juli. Ansuchen welche über Fax oder über eine gewöhnliche E-Mail Adresse gesendet werden, können nicht berücksichtigt werden.
- Die Tierbewegungen auf die Almen müssen vom Almverantwortlichen über die zuständige Forststation beim tierärztlichen Dienst gemeldet werden.
- Die Antragsteller müssen im Formular eine zertifizierte PEC-E-Mail-Adresse angeben.
- Die Antragsteller müssen erklären, dass sie in der landwirtschaftlichen Primärproduktion tätige landwirtschaftliche Unternehmer sind. Zudem müssen sie in der Landesviehdatenbank als Tierhalter eingetragen sein. Weiters müssen sie auch erklären, „aktive Betriebsinhaber“ (laut EU-Verordnung Nr. 1307/2013) zu sein, so wie dies auch für die Betriebsprämie und die Ausgleichszulage vorgeschrieben ist.
- Es müssen die vorraussichtlichen Kosten der Alpung angegeben werden. Wenn diese niedriger als 150 Euro pro Tier sind, beträgt die Beihilfe maximal die erklärten Kosten.

Alter der Rinder und Stichtag für die Bestimmung des Alters
Beihilfeberechtigt sind Rinder ab einem Alter von fünf Monaten bis zu einem Höchstalter von drei Jahren. Das Mindestalter ist bei Tieren aus Mutterkuhhaltung auf drei Monate reduziert.
Stichtag für die Bestimmung des Alters der Tiere für die Gewährung der Beihilfe ist der 30. Juni 2017. Für die diesjährige Beihilfe kommen jene Tiere infrage, die vor dem
1. Februar 2017 geboren sind und laut Viehdatenbank mindestens seit diesem Tag im landwirtschaftlichen Betrieb des Antragstellers gehalten werden.
Für Mutterkuhhaltungsbetriebe gilt ein Mindestalter von drei Monaten. Die betreffenden Tiere müssen also vor dem 1. April des heurigen Jahres im eigenen Betrieb geboren sein oder seit 1. Februar im eigenen Betrieb gehalten werden.

Weitere Voraussetzungen und Verpflichtungen
- Der Höchstviehbesatz auf den Weideflächen darf nicht höher sein als 1,0 Großvieheinheiten pro Hektar.
- Die Tiere müssen mindestens 60 auf­einanderfolgende Tage geweidet werden. Die Beweidung muss auf einer im LAFIS eingetragenen Almfläche erfolgen. Ausnahmen sind Almflächen, die sich außerhalb der Provinz Bozen befinden.
- Während der gesamten Weidezeit muss eine periodische Betreuung der Tiere gewährleistet werden.
- Ein vorzeitiger Weideabtrieb von Tieren vor Ablauf der vorgeschriebenen Weidezeit von 60 Tagen muss dem zuständigen Amt innerhalb von zehn Tagen gemeldet werden.
- Für ein und dasselbe Tier kann die Beihilfe nur ein einziges Mal im Leben des Tieres beantragt werden.
- Die Beihilfe wird für maximal 20 Stück pro Antragsteller und Jahr gewährt.

Höchstens 150 Euro pro Tier
Die Höhe der Beihilfe beträgt maximal 150 Euro für jedes beihilfeberechtigte Tier.
Falls für die Auszahlung der Beihilfe an alle Antragsteller im obgenannten Ausmaß nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung stehen, wird wird folgende Ausschlussliste verwendet:
- Zuerst werden – bei den jüngsten Tieren beginnend – jene ausgeschlossen, die auf Weiden in Gebieten aufgetrieben werden, die im Anhang II der EU-Entscheidung 558/2004 nicht als IBR-freie Zonen eingestuft sind.
- In der Folge werden die anderen Tiere, für die um eine Prämie angesucht wird, ausgeschlossen – beginnend bei den Jüngsten und solange die verfügbaren Haushaltsmittel ausreichen.
Die Auszahlung erfolgt über das Landesamt für Viehzucht nach Überprüfung der Gesuche und der darin enthaltenen Angaben sowie nach Betriebs- oder Weidekontrollen.

Wo es die Gesuche gibt
Die Gesuchsformulare 2017 sind im Landesamt für Viehzucht, bei den Bezirksämtern für Landwirtschaft, beim Südtiroler Bauernbund und bei den Zuchtverbänden erhältlich oder sind im Internet abrufbar (http://bit.ly/foerderung_tiergesundheit).