Politik | 03.04.2017

Giansanti: „SBB fördern und fordern“

Der Südtiroler Bauernbund ist ein großes Vorbild im italienischen Bauernverband Confagricoltura. Das sagt der neue Präsident Massimiliano Giansanti dem „Südtiroler Landwirt“. Anliegen aus Bozen will er stark unterstützen, erwartet sich aber auch starke Mitarbeit. von Guido Steinegger

Massimiliano Giansanti ist seit Kurzem neuer Präsident des italienischen Bauernverbandes Confagricoltura.

Massimiliano Giansanti ist seit Kurzem neuer Präsident des italienischen Bauernverbandes Confagricoltura.

Er ist der neue starke Mann im italienischen Bauernverband Confagricoltura: Massimiliano Giansanti. Vergangenen Donnerstag wurde er zum neuen Präsidenten gewählt und hat sich gleich einiges vorgenommen: Vor allem will er, dass sich Confagricoltura wieder stärker auf seine eigentliche Aufgabe rückbesinnt – nämlich die politische Verbandsarbeit. „Wir wollen wieder Gesetze mitbestimmen, anstatt sie einfach nur nachträglich umzusetzen“, sagt Giansanti im ausführlichen Exklusivinterview mit dem „Südtiroler Landwirt“. Es erscheint am Freitag, 14. April.  

Regionalverbände in die Pflicht nehmen
Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, will Giansanti die einzelnen Regional- und Provinzialverbände stärker in die Pflicht nehmen: „Jeder der dortigen Präsidenten soll in einer der neun neu geschaffenen Arbeitsgruppen mitarbeiten.“ Diese Arbeitsgruppen sollen Vorschläge erarbeiten. So kann Confagricoltura in allen für die italienische Landwirtschaft wichtigen Themenbereichen mit Vorschlägen und Forderungen an die Politik herantreten.
Den Südtiroler Bauernbund sieht Giansanti in dieser Hinsicht als Vorbild: „Eure Organisation ist vor Ort bestens organisiert. Zugleich pflegt sie beste Kontakte zur Politik auf allen Ebenen“, sagt er. „Wenn wir alle so gut aufgestellt wären, könnten wir in Rom und Brüssel viel mehr erreichen.“ 

Einsatz für Berggebiete versprochen
Obwohl Giansanti aus Mittelitalien stammt und auch in Parma einen Landwirtschaftsbetrieb führt, hat er viel für die Anliegen aus dem hohen Norden übrig. Ein Beispiel ist die Frage nach den Anliegen der Bergbauern in der künftigen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik: „Wenn die beiden Provinzial-Verbände aus Südtirol und dem Trentino von uns fordern, uns für den Schutz der Berggebiete in der EU-Agrarpolitik stark zu machen, werde ich keine Sekunde zögern, mich bei allen dafür zuständigen Institutionen dafür einzusetzen“, versichert Giansanti.