Markt | 30.03.2017

Spitzenpreise für Osterochsen

Am 21. März fand die 33. Auflage der traditionellen Osterochsenversteigerung in der Markthalle in St. Lorenzen statt. Die 18 Ochsen mit geschütztem Gütesiegel erzielten dabei sehr gute Preise.

Mit seinem Ochsen, dessen Erlös gespendet wurde, sorgte Ferdinand Seiwald (4. v. l.) für den unumstrittenen Höhepunkt auf der Versteigerung. (Foto: Othmar Seehauser)

Mit seinem Ochsen, dessen Erlös gespendet wurde, sorgte Ferdinand Seiwald (4. v. l.) für den unumstrittenen Höhepunkt auf der Versteigerung. (Foto: Othmar Seehauser)

Die Osterochsenversteigerung gehört zu den wichtigsten Veranstaltungen des Südtiroler Viehwirtschaftssektors und erfreute sich auch dieses Jahr eines großen Andrangs: Neben zahlreichen Bauern, Händlern, Metzgern und Gastwirten waren viele Interessierte und Schaulustige angereist, um die Veranstaltung mit zu verfolgen.
Die Kovieh-Verantwortlichen freuten sich nicht nur über die zahlreichen Besucher, sondern auch über die gute Vermarktung der Tiere.
Kovieh-Obmann Lorenz Gasser begrüßte alle Beteiligten und Ehrengäste – darunter Altlandeshauptmann Luis Durnwalder, Landesrat Arnold Schuler, den Kammerabgeordneten Daniel Alfreider und den Bürgermeister von St. Lorenzen, Martin Ausserdorfer.
Zudem bedankte er sich bei den Züchtern der Gsieser Almochsen sowie beim Gsieser Ochsenzüchter Ferdinand Seiwald.
Vor der Versteigerung wurden alle Tiere auf ihre Qualität hin beurteilt. Um der Kategorie der Qualitätstiere zu entsprechen, durften die Stiere nicht älter als 30 Monate, die Ochsen und Kalbinnen nicht älter als 36 Monate sein. Außerdem mussten die Tiere einen sehr guten Allgemeinzustand aufweisen und gut ausgemästet sein. Diese Kategorie erreichten 15 Kalbinnen, neun Stiere und drei Jungrinder, welche sehr gute Preise erzielten. Alle Tiere, die diesen Anforderungen nicht entsprachen, wurden mit den übrigen Schlachttieren versteigert. Auch bei diesen waren die Durchschnittspreise sehr gut. Insgesamt wurden 296 Tiere versteigert.

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Erlös für Kalbin an Kinderkrebshilfe
Nach der Versteigerung der Tiere außerhalb der Qualitätskriterien und den Qualitätskalbinnen folgte der erste Höhepunkt der Veranstaltung: Martin Lerchner aus Pfalzen spendete seine Qualitätskalbin, deren Erlös von 2.452,52 Euro an die Kinderkrebshilfe Südtirol Regenbogen ging. Gekauft wurde diese von Johann Kahn, Gasthaus Weberhof in Toblach.
Mit einem ganz besonderen Stier mit der Aufschrift „Frohe Ostern“ begrüßte der Bauer Matthias Harrasser alle Besucher.
Die Versteigerung wurde auch in diesem Jahr wieder vom Gsieser Ochsenverein umrahmt. Diese trieben 18 Gsieser Ochsen mit geschütztem Gütesiegel auf.
Diese Qualitätsochsen erzielten einen hervorragenden Durchschnittspreis von 4,31 Euro zzgl. MwSt. je Kilogramm Lebendgewicht. Den höchsten Kilopreis von 5,54 Euro zzgl. MwSt. je Kilogramm Lebendgewicht erzielte der 806 Kilogramm schwere Ochse Adam von Franz Untersteiner, Steger in Gsies. Käufer dieses Prachtexemplars war das Hotel Quelle aus Gsies.
Besitzer des schwersten Ochsen war heuer Alfred Selbenbacher, Oberweckler in Gsies. Sein Ochse Falco brachte ein stolzes Gewicht von 951 Kilogramm auf die Waage.
Die Despar Fleischwerke kauften neun Stück der begehrten „Gsieser Ochsen“. Weiters ersteigerte die HGV-Gruppe „Südtiroler Gasthäuser“ vier Ochsen. Diese Gasthäuser veranstalten wieder Ochsenwochen mit kulinarischen Spezialitäten, bei denen sich die Gäste an einem Gaumenschmaus mit bester Fleischqualität erfreuen dürfen. Mehr Infos dazu gibt es online unter www.gasthaus.it.
Jeweils einen Ochsen kauften neben dem schon erwähnten Hotel Quelle das Hotel Stoll aus Gsies, die Metzgerei Thaler Andreas aus Leifers, der Tourismusverein Gsieser Tal und die Metzgerei Weissteiner Karl Heinz aus Niederdorf.

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Spitzengebot für „Spendenochsen“

Ferdinand Seiwald aus Gsies beteiligte sich mit sieben Ochsen von der Kämpferalm an der Versteigerung. Einen dieser Ochsen spendete er der Südtiroler Krebshilfe. Damit sorgte er für den absoluten Höhepunkt der heurigen Osterochsenversteigerung. Unter tosendem Applaus lieferten sich die Despar Fleischwerke und das Winklerhotel Lanerhof einen harten Konkurrenzkampf. Schlussendlich wurde der „Spendenochs“ namens Amadeus zu einem stolzen Kilopreis von 11,80 Euro zzgl. Mwst je Kilogramm Lebendgewicht an die Despar Fleischwerke in Bozen verkauft. Mit einem unglaublichen Endpreis von 10.396,98 Euro war er auch das teuerste Tier der gesamten Versteigerung.
Die übrigen Ochsen von der Kämpferalm erzielten einen hervorragenden Durchschnittspreis von 4,01 Euro zzgl. MwSt. je Kilogramm Lebendgewicht. Die Despar Fleischwerke ersteigerten neben dem „Spendenochsen“ noch drei weitere Ochsen von der Kämpferalm. Jeweils einen Ochsen kauften das Gasthaus Weber in Toblach, Winklerhotel Lanerhof in Montal/St. Lorenzen und die Metzgerei Weissteiner Karl Heinz aus Niederdorf.
Der Käufer mit der höchsten Anzahl an Tieren war mit 70 Stück auch dieses Jahr die Firma Weger Italy GmbH aus St. Johann im Ahrntal. Am meisten Qualitätstiere ersteigerten die Despar Fleischwerke aus Bozen mit 13 Tieren. Beide Käufer wurden mit einer Holzplakette des Kovieh und einem Geschenkkorb mit Südtiroler Milchprodukten prämiert.
Der Kovieh-Verwaltungsrat und die Mitarbeiter freuten sich über den großen Erfolg der Osterochsenversteigerung sowie über den reibungslosen Ablauf. Dafür sprach Obmann Lorenz Gasser allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön aus.



Aktuelle Infos zur Preisentwicklung bei den Kovieh-Versteigerungen gibt es hier.