Südtiroler Landwirt | 19.01.2017

Rückblick auf gutes Kovieh-Jahr

Das Jahr 2016 war ein gutes Vermarktungsjahr für das Viehvermarktungskonsortium Kovieh. Die Anzahl der vermarkteten Tiere sank zwar im Vergleich zu 2015, es gab aber fast überall Preissteigerungen.

Im Jahr 2016 wurden vom Kovieh insgesamt 91 Versteigerungen abgehalten, bei denen 43.757 Tiere verkauft wurden.
In Bozen fanden 46 Kälberversteigerungen mit insgesamt 24.125 Kälbern statt. Je Versteigerung wurden im Schnitt 524 Kälber verkauft.
Ebenfalls in Bozen fanden 24 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 8621 Rinder, zehn Kälber, 119 Pferde, 6387 Kleintiere und 17 Schweine verkauft wurden. Dies sind insgesamt 15.154 Tiere, was je Versteigerung durchschnittlich 631 Stück ausmacht.
In St. Lorenzen fanden 21 Schlacht- und Mastviehversteigerungen statt, bei denen 3661 Rinder, drei Pferde und 429 Kleintiere vermarktet wurden. Insgesamt sind dies 4093 Tiere, was je Versteigerung im Schnitt 195 Stück bedeutet.
Der Monat mit den höchsten Verkaufs­zahlen war der Oktober mit 5046 Tieren, jener mit den niedrigsten war der Juni mit 2445 Tieren.
Die Kälberversteigerung mit den höchsten Auftriebszahlen war jene vom 19. Dezember mit 807 Stück. Die Schlacht-, Mastvieh- und Kleintierversteigerung mit der höchsten Zahl an verkauften Tieren war jene vom 30. August mit 1003 Stück. Zudem wurden 385 Tiere im Rahmen des Südtiroler Qualitätsfleischprogramms tot vermarktet.

Preise leicht im Aufwind
Die Kälberpreise lagen 2016 leicht über denen des Vorjahres. Das Preisplus beträgt insgesamt 5,4 Prozent. Die Anzahl der angelieferten Kälber hat im Vergleich zum Vorjahr um 75 Stück abgenommen.
Bei den Rindern liegt der Jahresdurchschnitt nahezu gleich hoch wie im Vorjahr. Die Anzahl der vermarkteten Rinder nahm um 477 Tiere zu.
Bei den Pferden und Fohlen gab es einen Preisanstieg von 16,7 Prozent. Die Preise bei den Kleintieren waren um 10,1 Prozent niedriger als 2015, ebenso sank die Vermarktungszahl um 620 Stück.

Knapp 1500 Tiere gingen ins Ausland
Im Jahr 2016 betrug der Exportanteil bei den Rindern 1477 Stück, wobei 1047 Tiere nach Deutschland (Vermarktungsanteil 8,5 Prozent), 264 Tiere nach Belgien (Vermarktungsanteil 2,1 Prozent) und 166 Tiere nach Holland (Vermarktungsanteil 1,3 Prozent) exportiert wurden. Die starke Exporttätigkeit der Firma Weger Italy trug wesentlich zur positiven Preisentwicklung bei. Bei den Kälbern wurden 3,8 Prozent indirekt exportiert, das heißt, die Kälber werden von einheimischen Händlern gekauft und dann exportiert.


Kovieh - Rückblick 2016 und Versteigerungszahlen vom Jänner 2017