Wirtschaft, Südtiroler Bauernjugend | 17.11.2016

Junges Wohnen stärker unterstützen

Der Südtiroler Jugendring (SJR) traf sich vor kurzem mit Andreas Schatzer, dem Präsidenten des Südtiroler Gemeindenverbandes, um seine Anliegen – insbesondere in Bezug auf das Thema „junges Wohnen“ – zu besprechen.

Der Südtiroler Jugendring unterhielt sich mit Gemeindenverbands-Präsident Schatzer unter anderem über das Thema Wohnen.

Der Südtiroler Jugendring unterhielt sich mit Gemeindenverbands-Präsident Schatzer unter anderem über das Thema Wohnen.

SJR-Vorsitzende Martina De Zordo brachte ihr wichtigstes Anliegen auf den Punkt: „Für viele junge Südtiroler ist es schwierig eine Wohnung zu einem gerechten und leistbaren Preis zu bekommen – und zwar sowohl am Mietmarkt als auch in Bezug auf Bau, Kauf oder Sanierung.“ Da die Reform der Wohnbauförderung ansteht, schlug der SJR vor, zuerst den effektiven Bedarf an Miet- und Eigentumswohnungen zu erheben. „Wenn feststeht, wie der Wohnbedarf der Bevölkerung aussieht, gelingt es leichter, die gesetzlichen Rahmenbedingungen tatsächlich bedarfsorientiert zu gestalten“ erklärte De Zordo. Schatzer reagierte positiv auf diesen Vorschlag, der auch für die Planungen in den Gemeinden sehr wertvoll sein könnte.

Einführung von EEVE bei Wohnbauförderung kritisch
Der SJR brachte des Weiteren vor, dass er einer Einführung der EEVE (Einheitliche Einkommens- und Vermögenserklärung) im Bereich der Wohnbauförderung kritisch gegenüberstehe. Der SJR hat die Befürchtung, dass besonders junge Menschen mit negativen Folgen rechnen müssen: „Laut unseren Berechnungen ist davon auszugehen, dass mindestens die Hälfte der jungen Singles mit dieser Neuregelung keine Wohnbauförderung mehr erhalten wird“, zeigte sich Olav Lutz, Mitglied der SJR-Arbeitsgruppe „Junges Wohnen“ und Vorsitzender der KVW-Jugend, besorgt. Schatzer meinte dazu: „Die EEVE ist derzeit nicht vorteilhaft für alleinstehende Personen, die vielfach Jugendliche sind.“

Förderung von Vereinen
Des Weiteren wurde über die Förderkriterien der Gemeinden für die laufende Tätigkeit von Vereinen, die landesweit aktiv sind, gesprochen. Einige Gemeinden gewähren ausschließlich Vereinen vor Ort eine Unterstützung – mit der Folge, dass Ortsgruppen von Vereinen nicht gefördert werden, da der landesweit aktive Verein dort nicht seinen Sitz hat. „Es sollte nicht darum gehen, ob ein Verein seinen Sitz in der einen oder der anderen Gemeinde hat, sondern darum, welche Gemeinde von der Tätigkeit des Vereins und dessen Ortsgruppen profitiert“, brachte De Zordo vor.