Südtiroler Landwirt | 10.11.2016

Pflichttermin für Apfel-Insider

Alle zwei Jahre im November trifft sich in der Messe Bozen alles, was in der Welt des Apfels Rang und Namen hat. Die weltweit wichtigste Apfelfachmesse Interpoma findet heuer vom 24. bis 26. November bereits zum zehnten Mal statt.

Zum zehnten Mal findet in knapp zwei Wochen die Apfel-Fachmesse Interpoma in der Messe Bozen statt.

Zum zehnten Mal findet in knapp zwei Wochen die Apfel-Fachmesse Interpoma in der Messe Bozen statt.

Die Interpoma ist als weltweit einzigartige Messeveranstaltung inzwischen zu einem Muss für Brancheninsider und Treffpunkt der Experten aus aller Welt geworden. Die Besonderheit von Interpoma gegenüber allen anderen landwirtschaftlichen Messen ist die alleinige Spezialisierung auf eine global wichtige und weltweit angebaute Frucht – den Apfel. Die Konzentration auf alle einflussnehmenden Faktoren einer erfolgreichen Wertschöpfungskette im Obstanbau – vom Anbau über die Lagerung bis hin zur Vermarktung – hat zum heutigen Erfolgsmodell Interpoma geführt, welche sich international klar positioniert und so anziehend wirkt, dass sich alle zwei Jahre die Welt des Apfels für drei Tage in Bozen einfindet. Über 60 Prozent der Fachbesucher kommt mittlerweile von außerhalb der Region Trentino-Südtirol. Einen starken Aufwärtstrend gibt es bei den Besuchern aus Osteuropa sowie natürlich aus dem größten apfelproduzierenden Land der Welt: China.
Thomas Mur, Direktor der Messe Bozen, erklärt: „Die Interpoma ist ein wahres Aushängeschild der Messe Bozen. Mit jedem Ausstellungsjahr wuchs der Erfolg, sodass die Messe heute zur weltweit wichtigsten Veranstaltung der Branche zählt. Für die Zukunft dieser Messe gibt es noch großes Wachstums- und Entwicklungspotential.“

Bescheidener Start vor 18 Jahren
Dabei waren die Anfänge bescheiden: Mitte der Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts entwickelt, um der Ausnahmestellung der Region im Apfelsektor eine Bühne zu geben, ist die Interpoma mit überschaubaren Zahlen gestartet. Seit der ersten Auflage im Jahr 1998 hat sich die Ausstellerzahl auf inzwischen weit über 400 verdoppelt – ebenso wie die Ausstellungsfläche, die heuer nochmals erweitert werden konnte. 2014 kamen über 18.000 Besucher aus über 70 Ländern der Welt in drei Tagen nach Bozen und damit dreimal so viele wie noch vor 18 Jahren.

Blick über den Tellerrand
Von größter Bedeutung ist die internationale Ausrichtung dieser Fachmesse. Hier bietet sich auch ein Blick über den eigenen Tellerrand auf die große Vielfalt an Ländern, in denen unterschiedliche Sorten unter verschiedensten klimatischen und wirtschaftlichen Bedingungen angebaut, gelagert und schließlich verkauft werden wollen. „Die beste Möglichkeit, um sich weiterzuentwickeln, ist es, sich zuerst mit anderen Wirklichkeiten auseinanderzusetzen. Für die Apfelbranche ist dies kaum irgendwo besser möglich als auf der Interpoma.
Die große Neuheit der diesjährigen Interpoma ist das erste „Interpoma Innovation Camp“: Unternehmen, Branchenexperten und Startups sind zwei Tage vor der Messe zu einem Workshop eingeladen, bei dem sie neue Ideen und innovative Themen im Apfelsektor ausarbeiten und diese am Vorabend der Interpoma einer Jury und der Fachpresse präsentieren (siehe eigene Meldung auf S. 51).

Wegweisender Kongress
Neben der klassischen Leistungsschau des Sektors mit internationalen Baumschulen, den neuesten landwirtschaftlichen Geräten und innovativster Lagerungs- und Verpackungstechnologie, stellt der Internationale Fachkongress „Der Apfel in der Welt“ das Herzstück der Veranstaltung dar. Auf der Tagesordnung dieser exklusiven Konferenz stehen immer aktuelle Themen, die von einer Expertengruppe erarbeitet und ausgewählt werden. Vor allem aber ist der Kongress ein Versuch, in die Zukunft des Obstbaus und der Obstwirtschaft im Allgemeinen zu blicken und über das normale Tagesgeschehen im Anbau, Lagerung und Vermarktung des Apfels hinauszugehen. (Siehe den dazu Artikel auf Seite 52)
In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Apfelkonsortium und dem Südtiroler Beratungsring bietet die Messe Bozen mit den „Interpoma Tours“ den Fachbesuchern aus aller Welt auch die Möglichkeit, an exklusiven Gruppenbesichtigungen moderner Südtiroler Apfelanlagen und Vermarktungsbetriebe in Begleitung von Apfelexperten teilzunehmen. Angesichts der großen Nachfrage der Vorjahre wird es bei der Interpoma 2016 deutlich mehr Informationstouren für Messebesucher geben, die ins Unterland, Etschtal, in den Vinschgau, zu VOG Products nach Leifers oder erstmals in einen Bio-Betrieb führen.

Wissenswertes für Messebesucher

Termin: Do., 24. bis Sa., 26. November, jeweils 9–18 Uhr
Eintrittspreise: Ticket: 20 Euro;
Online-Ticket: erhältlich unter www.interpoma.it mit direktem Zugang zur Messe: 18 Euro; Abo-Ticket (gültig für drei Messetage): 28 Euro; Kinder bis 12 Jahre: kostenloser Eintritt
Kongress „Der Apfel in der Welt“: 1 Tag 90 Euro / alle drei Tage 200 Euro (Messeeintritt inklusive)
Parkplatz: Besucherparkplatz auf dem Dach der Messe (Zufahrt über Marco-Polo-Straße); Gebühr: 1,50 Euro/Stunde
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahnstrecke Bozen–Meran, Haltestelle Messebahnhof/Bozen Süd: Richtung Meran alle 30 Minuten ab 9.03 Uhr bis 18.35 Uhr; Richtung Bozen jede halbe Stunde von 9.19 Uhr bis 19.19 Uhr; Busverbindung: Linie 10A oder 10B ab Bozen Hauptbahnhof
Mehr Informationen: Tel. 0471 516000; www.interpoma.it/de