Produktion | 28.09.2016

Gut vernetzt für effizienteren Obstbau

Um Forschung und Praxis noch besser zu verknüpfen, nehmen das Versuchszentrum Laimburg und das Sortenerneuerungskonsortium Südtirol am EU-Projekt EUFRUIT teil. von Landespresseamt

Unter anderem soll im Netzwerk EUFRUIT neues Wissen zur Lagerung von Äpfeln ausgetauscht werden.

Unter anderem soll im Netzwerk EUFRUIT neues Wissen zur Lagerung von Äpfeln ausgetauscht werden.

Das Versuchszentrum Laimburg und das Sortenerneuerungskonsortium Südtirol sind unter den 21 Partnerinstitutionen aus 12 europäischen Ländern, die am thematischen Netzwerk EUFRUIT teilnehmen. Ziel dieses EU-Projekts ist es, Forschung und Praxis besser zu vernetzen und damit die Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Effizienz des Obstbaus in Europa zu steigern.

Das Versuchszentrum Laimburg ist mit mehreren Sachbereichen an EUFRUIT beteiligt, die ihre Ergebnisse über die Wissensplattform teilen. Dabei wird sich die Laimburg in folgenden drei Themenbereichen besonders stark einbringen: bei der Sortenentwicklung und Sortenprüfung, der Reduktion der Rückstandsbelastung am Obst und in der Umwelt sowie bei der Optimierung von Lagerung und Qualität des Obstes. Zu diesem Zweck wurden bereits entsprechende internationale Expertengruppen gegründet, in denen der Sortenfachmann Walter Guerra, der Experte für ökologischen Anbau Markus Kelderer und der Experte für Obstlagerung, Angelo Zanella, die Laimburg vertreten. Die bisher gewonnenen Informationen wurden bereits zusammengefasst und den anderen Teilnehmern zugänglich gemacht. 

Laufender Austausch von Forschungsergebnissen
In den kommenden Jahren wird die Plattform mit Zwischen- und Endergebnissen laufender Forschungsarbeiten aktualisiert. Gleichzeitig kann das Versuchszentrum Laimburg die von den anderen Mitgliedsstaaten eingespeisten Informationen beziehen. Die neuen Informationen und das durch eigene Forschung oder durch externe Beiträge neu angesammelte Wissen werden in einer Reihe von Informationsveranstaltungen an die regionalen Vertreter aus Industrie, Obstbau, Politik sowie an die Bevölkerung weitergegeben. Dabei soll das Projekt nicht nur das gesammelte Wissen teilen, sondern auch Aufschluss darüber geben, welche Forschungsrichtungen bislang noch zu wenig Beachtung gefunden haben und daher in Zukunft noch intensiver bearbeitet werden sollten.