Politik | 15.09.2016

EU-Ausgleich für weniger Milch

Start ins EU-Programm zur Mengenreduzierung : Bis 21. September können Milchbauern einen Zugangsantrag für die erste von vier Reduzierungsperioden stellen.

Die EU möchte die Milcherzeuger zu einer freiwilligen Verringerung der Produktion animieren und damit den Markt entlasten.

Die EU möchte die Milcherzeuger zu einer freiwilligen Verringerung der Produktion animieren und damit den Markt entlasten.

Mit dem Programm, für das die EU insgesamt 150 Mio. Euro bereitgestellt hat, sollen die Milcherzeuger zu einer freiwilligen Verringerung der Produktion animiert und der Markt entlastet werden. Zur ersten Reduzierungsperiode sind alle Kuhmilcherzeuger teilnehmen, die ihre Milchmenge im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 verringern wollen. Voraussetzung ist, dass die Landwirte im Referenzzeitraum des Vorjahrs (Oktober – Dezember 2015) und im Juli 2016 an Erstkäufer – wie Molkereien, Händler oder Erzeugerorganisationen – geliefert haben. Für jedes im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verringerte Kilo erhält der Antragsteller eine Beihilfe in Höhe von 14 Cent. Der 21. September, 12 Uhr Mittag, gilt als Endtermin für das Einreichen des ersten Zugangsantrages.
Für das Einreichen des Zugangsantrages der weiteren drei Reduzierungsperioden zu jeweils drei Monaten sind folgende Endtermine festgelegt worden: 12. Oktober, 9. November und 7. Dezember. Der Zeitraum beginnt mit dem ersten Tag des darauffolgenden Monats.

Anträge im Bauernbund
Alle Zugangsanträge können über die Abteilung Förderungen des Südtiroler Bauernbundes jeweils bis 12 Uhr Mittag eingereicht werden. Der Betrieb darf allerdings nur für eine Reduzierungsperiode einen Zugangsantrag stellen, wobei die vorzunehmende Reduzierung je Monat anzugeben ist. Für die erste und vierte Reduzierungsperiode dürfen trotzdem in Kombination Anträge eingereicht werden. Der Antrag auf Auszahlung der Beihilfe muss dann innerhalb von 45 Tagen nach Ablauf des
Verringerungszeitraums gestellt werden, denn die Belege über die versprochenen Mengenreduzierungen sind darzulegen. Sofern die reduzierte Menge weniger als 1500 kg ausmacht, wird der Beitrag nicht gewährt. Wenn der Landwirt die Milchmenge über 50 Prozent reduziert, wird der Beitrag nur auf die 50 Prozent ausbezahlt.
Von der beantragten Reduzierungsmenge der Milch hängt ab, ob für alle Reduzierungsperioden genügend Geldmittel vorhanden sind.