Wirtschaft, Politik | 07.09.2016

Mitmachen beim Regio Day

Ab jetzt gelten keine Ausreden mehr: Am 1. Oktober kann wirklich jeder aktiv werden für heimische Lebensmittel. Der Bauernbund ruft seine Mitglieder auf, am Regio Day teilzunehmen – einer Initiative des deutschen Bloggers Bauer Willi.

Aktiv werden für die Wertschätzung heimischer Lebensmitteln: Diese Botschaft steckt hinter der Initiative Regio Day. Er findet am 1. Oktober erstmals in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol statt. Dazu aufgerufen hat der deutsche Landwirt Willi Kremer-Schillings – als Bauer Willi bekannt.

Jeder ist Botschafter, besonders Bauern
Botschafter für regionale Produkte können dabei wirklich alle sein: Bäuerinnen und Bauern, Genossenschaften, Organisationen, aber auch Händler, Gastwirte, Bäcker, Metzger – einfach alle, die Wert auf regionale Produkte legen. Bauer Willi ruft sogar Journalisten und Politiker auf, das Ihre zum Erfolg beizutragen.
Warum allerdings ganz besonders die Bauern bei dieser Aktion mitmachen sollen, erklärt Bauer Willi so: „Unsere Mitmenschen haben Fragen, die wir beantworten sollten, bevor es andere tun.“

Einfache Botschaft
Die Botschaft ist einfach: Heimische Produkte sind gut für die Umwelt, für die Region, für die Erzeuger, die Verarbeiter, den Handel und natürlich auch für die Konsumenten.
Der Regio Day soll ein Treffpunkt für alle sein, die auf dem Weg von der Herstellung bis zum Verzehr beteiligt sind. Natürlich soll er auch für die heimische Landwirtschaft, das heimische Gewerbe und den eigenen Betrieb werben.
Wunschziel von Bauer Willi & Co ist es, dass die Kampagne große Aufmerksamkeit erreicht. Bis Redaktionsschluss haben sich 175 Betriebe aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol „angemeldet“. Je mehr mitmachen, desto eher wird dieses Ziel erreicht.

Offene Tür, Hofführung, Verkostung …
„Was aber soll ich auf meinem Betrieb anbieten?“, fragen sich vielleicht auch Bauern, die das Ihre zum Regio Day beitragen möchten. Die Kampagne lässt das jedem interessierten Betrieb frei. Beispiele findet man im Regio-Day-Verzeichnis auf der Internetseite www.regioday.com.
Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und reichen von einem Tag der offenen Tür über Verkostungen bis zu Hofführungen oder kleinen Hoffesten. Selbst eine Unterschriftensammlung für eine faire Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln ist für diesen Tag anberaumt. Aber auch weniger aufwendige Aktionen sind im Register zu finden: So halten manche Direktvermarkter an diesem Tag ihre Verkaufsstellen länger geöffnet oder weisen ihre Kunden explizit auf die Vorteile von regionalen Lebensmitteln hin.

Eintragen unter www.regioday.com
Teilnehmende Betriebe können sich unter www.regioday.com kostenlos registrieren und ihre geplante Initiative angeben. Sie erhalten Zugang zu Logos und Flyern, die sie für ihre Aktionen heruntergeladen und verwenden können. Gleichzeitig werden sie automatisch in eine Online-Karte eingetragen. So können alle Besucher schnell erkennen, wer was wann und wo veranstaltet oder anbietet.

Chance für Südtirol
Für Südtirol ist der Regio Day sicher von Vorteil, meint auch der Südtiroler Bauernbund. Obmann Leo Tiefenthaler ruft zur Teilnahme auf: „Je mehr Betriebe sich beteiligen, desto stärker verankern wir das bewusste Einkaufen in den Köpfen der Menschen.“ Möglich sei das nur mit einer kleinen Aktion – egal ob im Produktions-, Verarbeitungs-, Vermarktungs- oder Handelsbereich. „Wer aber kann ein besserer Botschafter für regionale Lebensmittel sein, als die Bäuerinnen und Bauern selbst?“, sagt der Bauernbund-Obmann in Richtung seiner Mitglieder.
Auch der bäuerliche Blogger Klemens Kössler wird beim Regio Day eine Initiative anbieten. Er freut sich über die Aktion: „Sie stellt eine gute Gelegenheit dar, auf die Produktvielfalt in der Südtiroler Landwirtschaft hinzuweisen, in besonderer Weise auf Nischenprodukte.“


- www.roterhahn.it
- www.frischvomhof.it
- www.baeuerinnen.it

- www.blauer-schurz.it
- www.bauerwilli.com