Betriebsberatung | 05.08.2016

Geld für Landschaftspflege

Für den Erhalt von Zufahrtswegen, Trockenmauern, traditionellen Holzzäunen und weiteren Landschaftspflegemaßnahmen werden nun Beiträge in der Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Wer beispielsweise seine Wiesen mit traditionellen Holzzäunen einzäunt, kann auf Beiträge hoffen.

Wer beispielsweise seine Wiesen mit traditionellen Holzzäunen einzäunt, kann auf Beiträge hoffen.

2016 wurden laut einer Aussendung des Landespresseamtes bisher über 600 Gesuche für Landschaftspflegemaßnahmen eingereicht. Dafür hat die Landesregierung Ende Juli 2,047 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Nicht nur Schindeln, sondern auch bäuerliche Kleindenkmäler
Naturschutzlandesrat Richard Theiner erklärt zufrieden über die vielen Beitragsgesuche: „Das ist ein klares Zeichen für das große Interesse der Menschen am Erhalt der Südtiroler Kulturlandschaft.“
Mit der bereitgestellten Geldsumme werden nicht nur für traditionelle Holzzäune, Schindel- und Strohdächer Beiträge gewährt, sondern auch für Waale und bäuerliche Kleindenkmäler. Geldmittel stehen daneben auch für landschaftlich reizvolle Zufahrts- und Wanderwege zu den Schutzgebietszonen sowie für ökologisch wertvolle Trockenmauern bereit.

400.000 Euro für Trockenmauern
Knapp die Hälfte der Geldmittel verwendet das Land für Beiträge, die dem Erhalt von Schindeldächern dienen.
Rund 400.000 Euro sind daneben für Trockenmauern und 300.000 Euro für die Errichtung traditioneller Holzzäune vorgesehen. Mit 40.000 Euro wird die Instandhaltung bäuerlicher Kleindenkmäler unterstützt und 16.000 Euro fließen in die Sanierung eines kulturhistorisch bedeutsamen Klettersteiges im Naturpark «Drei Zinnen».
Gesondert gefördert  werden daneben laut Horand Maier, Direktor des Verwaltungsamtes für Landschaft und Raumentwicklung, die Landschaftspflegemaßnahmen in den sieben Südtiroler Naturparken: So entfallen 353.000 Euro auf Maßnahmen in den Nationalparken im Land und 1.490.000 Euro auf Vorhaben außerhalb derselben.
Für Landschaftspflegemaßnahmen beispielsweise, die den Südtiroler Teil des Nationalparks Stilfser Joch betreffen, sind 204.000 Euro vorgesehen. Davon entfallen allein 129.000 Euro auf die Gemeinde Martell.

Gesuche werden vom Landesamt bearbeitet
Die Gesuche werden von der Landesabteilung Natur, Landschaft und Raumentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Heimatpflegeverband Südtirol bearbeitet.
Die Auszahlung erfolgt fortlaufend nach Eingang der Meldung über die Fertigstellung der Arbeiten und nach Abnahme durch den zuständigen Sachbearbeiter.