Betriebsberatung | 22.06.2016

Bei Investitionsförderungen zweimal nachgebessert

Nach den Kürzungen der vergangenen Jahre gibt es nun wieder eine Verbesserung der Fördersituation. Unter anderem erhalten auch Obst- und Weinbauern wieder zinsbegünstigte Darlehen für den Maschinenankauf.

Erst kürzlich hat die Landesregierung eine Änderung der wichtigsten Kriterien für landwirtschaftliche Förderungen beschlossen. Erfreulich ist: Nach den Kürzungen der vergangenen Jahre gibt es wieder eine Verbesserung der Fördersituation. Die wichtigste Neuerung ist dabei, dass Betriebe mit Obst- und Weinbau wieder zinsbegünstigte Darlehen für den Ankauf von Maschinen erhalten. Zudem können nun auch konsortiale Feldwege im Berggebiet gefördert werden.
Der Südtiroler Bauernbund begrüßt die Ausweitung des Darlehens auf diese neuen Bereiche. Möglich wurde dies, weil die im entsprechenden Rotationsfonds verfügbaren Mittel von den bisher zugelassenen Kategorien nicht voll ausgeschöpft wurden.

Obst- und Weinbaumaschinen
Es gibt wieder geförderte Darlehen für Traktoren, Hebebühnen und Erntemaschinen sowie für selbstfahrende, gezogene oder Aufsattelsprühgeräte zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln.
Die Maschine muss mindestens 5000 Euro kosten (Preis ohne Mehrwertsteuer) und der Betrieb muss mindestens über 1 ha Obst- oder Weinbaufläche verfügen, im Fall von Hebebühnen und Erntemaschinen über 2 ha.
Das Darlehen beträgt 90 Prozent des Preises ohne Mehrwertsteuer. Der Zinssatz beläuft sich zur Zeit auf 0,71 Prozent, das Darlehen hat eine fünfjährige Laufzeit. Es ist eine Rate pro Jahr zu zahlen. Das Darlehen hat einen fixen Zinssatz: Er ändert sich im Lauf der Rückzahlung nicht. Das geförderte Darlehen kann maximal 72.000 Euro erreichen.
Wichtig: Das Beitragsgesuch muss vor dem Kauf der Maschine eingereicht werden und der Bauer muss einen Kostenvoranschlag der Firma beilegen.

Feldwege
Ab sofort können Bonifizierungs- und Bodenverbesserungskonsortien für den Bau und die außerordentliche Instandhaltung von konsortialen Feldwegen ansuchen. Nicht angewandt werden dabei die Erschwernispunkte und Viehbesatzregelung. Der Feldweg muss vorwiegend Wiesen- und Ackerfutterbauflächen bedienen und beträgt 50 Prozent der beihilfefähigen Ausgaben.


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Zuständige Anlaufstellen

Für Obst- und Weinbaumaschinen:
Landesamt für Landmaschinen, Bozen (Tel. 0471 415180) und Bezirksämter für Landwirtschaft
Beratung und Auskünfte im Südtiroler Bauernbund: Abteilung Betriebsberatung (Tel. 0471 999421)

Für Feldwege:
Landesamt für ländliches Bauwesen, Bozen (Tel. 0471 415150) und Bezirksämter für Landwirtschaft