Produktion | 15.04.2016

GVO-Anbaufläche nimmt erstmals ab

Seit den Anfängen des kommerziellen Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen (GV) im Jahr 1996 kannte die Flächen-Entwicklung nur eine Richtung: steil nach oben. 2015 wurden weltweit erstmals leicht weniger gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. von LID

Im letzten Jahr bauten rund 18 Millionen Bauern in 28 Ländern GV-Pflanzen an.

Im letzten Jahr bauten rund 18 Millionen Bauern in 28 Ländern GV-Pflanzen an.

Belief sich die Anbaufläche 1996 auf 1,7 Millionen Hektar weltweit, waren es 2014, dem vorläufigen Höhepunkt, 181,5 Millionen Hektar. Im vergangenen Jahr sank nun die Anbaufläche zum ersten Mal – um ein Prozent auf 179,7 Millionen Hektar. Einige Länder hätten die GV-Fläche ausgedehnt, während andere wiederum wegen tiefer Preise für Ackerkulturen die Fläche reduziert hätten, teilt die Lobby-Organisation ISAAA mit. In der EU beispielsweise sank der Anbau von gentechnisch verändertem Mais im letzten Jahr um 18 Prozent auf 117.000 Hektaren.

Im letzten Jahr bauten rund 18 Millionen Bauern in 28 Ländern GV-Pflanzen an. Die fünf Länder mit der größten GV-Fläche sind: USA, Brasilien, Argentinien, Indien und Kanada. 54 Prozent der GV-Fläche befindet sich in Entwicklungsländern. Die wichtigsten GV-Kulturen sind Sojabohnen (51 Prozent der Anbaufläche), Mais (30 Prozent) und Baumwolle (13 Prozent). Laut ISAAA konnte dank GV-Pflanzen der Pestizid-Einsatz in den letzten 20 Jahren um 37 Prozent gesenkt werden. Gleichzeitig hätten die Erträge um 22 Prozent gesteigert werden können.