Südtiroler Landwirt, Bauernbund | 14.04.2016

Alle Gemeindethemen auf den Tisch

Dem Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler ihre Anliegen vorbringen: Das konnten die bäuerlichen Bürgermeister und Gemeindereferenten vor zwei Wochen im Bauernbund-Sitz in Bozen.

Über drei Stunden nahmen sich Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Schuler Zeit, um mit den Bauern über aktuelle Themen zu diskutieren.

Über drei Stunden nahmen sich Landeshauptmann Kompatscher und Landesrat Schuler Zeit, um mit den Bauern über aktuelle Themen zu diskutieren.

Rund 40 bäuerliche Bürgermeister und Gemeindereferenten haben kürzlich die Gelegenheit genutzt, im Gespräch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Arnold Schuler ihre Anliegen und Sorgen vorzubringen. Beim Treffen am Sitz des Südtiroler Bauernbundes in Bozen kamen vor zwei Wochen sowohl gemeinsame Anliegen der Landwirtschaft als auch Angelegenheiten einzelner Gemeinden zur Sprache.

Förderungszahlungen Thema Nr. 1
Weit oben auf der Tagesordnung standen natürlich die Förderungsauszahlungen. Der Landeshauptmann sicherte noch einmal den vollen Einsatz der Landesregierung zu, damit die Flächenförderungen innerhalb Juni 2016 ausgezahlt werden können. Er wies aber auch auf die Bemühungen der Landesregierung hin, um die Rückstände bei den Investitionsförderungen bald auszugleichen. Zu diesem Thema betonte auch Landesrat Schuler: „Hierbei sind wir auf einem guten Weg.“
Kompatscher gab zudem einen Überblick über das neue Raumordnungsgesetz und bestätigte die Vorrangigkeit der Landwirtschaft bei der Wassernutzung. In der Diskussion kam wiederum die Finanzierung des ländlichen Wegenetzes zur Sprache, ebenso die Kulturänderungen und Almerschließungen. Beide Politiker betonten, dass die Gemeinden auch weiterhin eine wichtige Rolle im Genehmigungsprozedere hätten. Die Landesregierung werde aber auch weiterhin korrigierend eingreifen, falls gute Argumente für die Umsetzung von Arbeiten vorliegen sollten.
Auch die Neuausrichtung der Förderungen für die Bodenverbesserungskonsortien und die Bonifizierungskonsortien brannte den anwesenden Referenten unter den Nägeln. Schuler erklärte die Notwendigkeit der Anpassung an das EU-Recht und sicherte die Einbindung der direkt Betroffenen zu.
Nicht minder intensiv wurden die zunehmenden Einschränkungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, insbesondere durch die Vorschriften beim Pflanzenschutz und bei der Düngung besprochen. Kompatscher betonte die Notwendigkeit, gute Kompromisse zu finden, mit denen die Landwirtschaft auch arbeiten könne.

Bauernvertreter gut vorbereiten
Insgesamt standen die beiden Regierungsmitglieder gut drei Stunden zur Verfügung. Der Bauernbund sieht diese Treffen als wichtige Gelegenheit, die bäuerlichen Vertreter in den Gemeindestuben auf den aktuellsten Stand zu bringen. Damit sind sie gut vorbereitet, die Anliegen der Landwirtschaft auf Gemeindeebene sachlich, und effizient zu vertreten. Spätestens im nächsten Jahr ist ein solches Treffen wieder geplant.