Sozialberatung, Arbeitsberatung | 13.04.2016

Per Fahrrad voll versichert zur Arbeit

Wer mit dem Fahrrad zur seinem Arbeitsplatz fährt, ist ab sofort voll unfallversichert. Dies besagt eine Neuregelung des Nationalen Arbeitsunfallinstituts INAIL.

Bisher galt das Fahrrad als unnötige Gefahrenquelle. Nun wertet es das INAIL als positive Maßnahme für die Umwelt. Durch die neue Regelung darf der Arbeitsweg auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden und im Falle eines Unfalles wird dieser auch als Arbeitsunfall anerkannt. Natürlich gelten weiterhin bestimmte Vorgaben für ein korrektes Verhalten:
• Es muss der direkteste Weg vom Wohnort bis zum Arbeitsplatz gefahren werden.
• Die Fahrt muss mit den Arbeitszeiten kompatibel sein.
• Bei grob fahrlässigem Verhalten (z.B. Drogen- oder Alkoholeinfluss) haftet die Versicherung nicht.

Wie bei anderen Unfällen, die während einer landwirtschaftlichen Arbeit passieren, gilt auch
in diesem Fall eine Meldepflicht:
Der Betriebsinhaber des landwirtschaftlichen Betriebes muss also den Unfall innerhalb von 48 Stunden ab Erhalt des ärztlichen Zeugnisses für sich selbst oder für die mitarbeitenden Familienmitglieder beim Unfallinstitut INAIL und bei der lokalen Sicherheitsbehörde
anzeigen. Bei verspäteter Unfallmeldung drohen Verwaltungsstrafen von 1290 bis 7745
Euro.