Betriebsberatung | 18.03.2016

Beihilfen für die Erneuerung von Rebflächen - bis 31. Mai ansuchen

Die EU schreibt einen neuen Ablauf für die Beiträge für die Erneuerung von Rebflächen vor: Nun müssen Bauern viel früher als bisher ansuchen und zwar schon ab 1. April bis 31. Mai. von Abteilung Betriebsberatung

Aber Achtung: auch wenn nun viel früher angesucht werden muss, dürfen die alten Reben nicht vor dem 1. Oktober 2016 gerodet werden, damit die zuständigen Behörden genügend Zeit für etwaige Kontrollen haben.
Aber nicht nur das Beitragsansuchen, auch die Pflanzmeldung muss im Zeitraum 1. April - 31. Mai gemacht werden.
Für Betriebe, die eine Rebanlage im Jahr 2017 erneuern wollen und nicht vorhaben, um einen Beitrag anzusuchen, ändert sich dagegen nichts: Sie haben nach wie vor bis zum 30. November 2016 Zeit, um die Pflanzmeldung für die neue Rebanlage einzureichen.
Ein weiterer wichtiger organisatorischer Hinweis: Dem Beihilfegesuch muss ein Ausdruck der Bank oder der Briefkopf eines aktuellen Kontoauszuges mit den Bankdaten des Gesuchstellers beigelegt werden. Auch muss der Antragsteller über eine PEC-Adresse verfügen. 

Die wichtigsten Beitragsanforderungen
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Beitragsberechtigt sind nur Rebanlagen mit einer Hangneigung über 30%, bei denen sich entweder die Sorte oder das Erziehungssystem ändert, mit einer Fläche von mindestens 1.500 Quadratmetern.
Alle Ausgaben müssen mit Rechnungen belegt werden, z.B. Arbeiten für die Bodenvorbereitung oder Terrassierung, Leihe von Maschinen, Material für das Stützgerüst und Pflanzmaterial. Im Falle von Arbeiten oder Maschinenleihe müssen auf der Rechnung die geleistete Arbeit und die Grundparzelle mit Nummer und Katastralgemeinde detailliert angegeben werden.
Baggerarbeiten zur Entfernung des alten Stützgerüstes oder Rodung der alten Reben werden nicht gefördert.
Der Beitrag beläuft sich auf 50% der zugelassenen Kosten.
Eine detailliertere Beschreibung der Förderung finden Sie in der nächsten Ausgabe Nr. 6 (1.4.2016) unserer Verbandszeitung "Südtiroler Landwirt".

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Amt für Obst- und Weinbau in der Brennerstraße 6 in Bozen, Tel. 0471 415080 oder an die Bezirksämter für Landwirtschaft.