Produktion | 02.03.2016

Neues Sensorik-Labor für die Laimburg

Die Landesregierung hat am Dienstag das Raumprogramm für den Aufbau eines Labors für sensorische Analysen und sensorische Konsumentenforschung am Versuchszentrum Laimburg genehmigt. Geprüft werden sollen dort neben Äpfeln auch Fleisch, Milch, Brot oder Bier. von LPA – Landespresseamt

Ziel der analytischen Sensorik ist es, die qualitätsbestimmenden Eigenschaften eines Lebensmittels möglichst genau und umfassend objektiv zu beschreiben.

Ziel der analytischen Sensorik ist es, die qualitätsbestimmenden Eigenschaften eines Lebensmittels möglichst genau und umfassend objektiv zu beschreiben.

Im Rahmen des Aktionsplans 2016-2022 für die Forschung und Ausbildung in den Bereichen Berglandwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften soll ein akkreditiertes Labor für sensorische Analysen und sensorische Konsumentenforschung am Versuchszentrum Laimburg aufgebaut werden. Landwirtschafts-Landesrat Arnold Schuler erklärt: „Wir stehen in der Landwirtschaft vor zahlreichen Herausforderungen, die sich nur durch Innovationen aus Wissenschaft und Forschung lösen lassen.“

Wichtige Rolle für Produktentwicklung
Die Lebensmittelsensorik befasst sich mit der Prüfung, Bewertung und Beschreibung von Lebensmitteln durch die menschlichen Sinne und spielt eine wichtige Rolle in der Produkt- und Prozessentwicklung, etwa in der Qualitätsbeurteilung und -sicherung von Lebensmitteln, bei der Rezepturentwicklung, der Verpackung oder der Marktforschung.

Die Lebensmittelsensorik gehört zu den jüngsten Bereichen am Versuchszentrum Laimburg, das derzeit über eigene trainierte Verkosterpanels für die sensorische Bewertung von Äpfeln und Apfelsäften verfügt. Vorgenommen werden die Verkostungen unter der Leitung der Sensorik-Expertin Lidia Lozano.
Das neue Sensorik-Labor soll in der ehemaligen und derzeit nicht genutzten Hausmeisterwohnung im zweiten Stock des Versuchszentrums Laimburg untergebracht werden. Auf einer Nettofläche von mindestens 220 Quadratmetern sollen 16 Verkostungszellen mit autonomer Belüftung Platz finden. Auch die bestehenden Infrastrukturen wie Lüftungskanäle, Elektro- und Heizungsanlagen müssen überprüft und angepasst werden.