Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 16.02.2016

Stärken gemeinsam entdecken

Kreativ und inklusiv: Nach diesem Motto filzte die Bäuerinnen-Dienstleisterin Maria Anna Ganthaler Hofer im Rahmen des Caritas-Dienstes Integra mit den Teilnehmern ganz persönliche und individuelle Filzpatschen.

Das Filzen mit der Bäuerin Maria Anna Ganthaler begeisterte die Teilnehmer des Caritas-Projektes Integra.

Das Filzen mit der Bäuerin Maria Anna Ganthaler begeisterte die Teilnehmer des Caritas-Projektes Integra.

Kein Mensch ist vollkommen, aber jeder ist auf seine Weise einzigartig: Integra bietet verschiedene Kurse im kreativen, handwerklichen und sportlichen Bereich an. Im Rahmen dieser Freizeitaktivitäten für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung stand kürzlich in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Bäuerinnenorganisation ein Filz-Kurs auf dem Programm. In der bunt gemischten Gruppe waren Kinder, Erwachsene mit und ohne Beeinträchtigung vertreten. Unter der fachmännischen Begleitung von der Bäuerinnen-Dienstleisterin Maria Anna Ganthaler schufen die Kursteilnehmer einzigartige Ziergegenstände und „Potschen“ aus Filz.

Von selbstgemachten „Potschen“ begeistert
Begleitet wurde der Kurs stets von einer Assistentin und Koordinatorin der Caritas. Bäuerin Maria Anna berichtet erfreut: „Alessio war einer der ersten, der die Filzpatschen stolz fertig gestellt hat. Gerade erst hatte Geburtstag und er zählte auf, was er alles bekommen hat. Aber sein größtes Geschenk, die größte Freude, waren ohne Zweifel seine neuen selbstgemochten Potschen!“

Kreativität und Zusammenhalt gefördert
Inklusion ist eine der großen Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Alle Menschen haben ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe. Für Menschen mit Beeinträchtigung ist dies jedoch nicht immer so selbstverständlich wie für andere. Kontakte außerhalb der Familie zu knüpfen und Hobbys auszuüben, fällt ihnen oft schwerer. Paula Tasser, Leiterin von Integra, ist überzeugt: „Die Teilnehmer kneteten mit viel Begeisterung die Wolle und gestalteten mit viel Phantasie und Motivation die Filzartikel. Dabei wurde die Kreativität und der Zusammenhalt gefördert.“

Stärken zum Vorteil für alle machen
Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer freut sich über diese besondere Zusammenarbeit: „Dieses Projekt ist für uns ein gelungenes Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn jeder sich auf seine Stärken anstelle auf seine Schwächen konzentriert.“ Vor allem die Projekte im Bereich der „Sozialen Landwirtschaft“ würden darauf abzielen, Stärken zum Vorteil für alle zu machen.