Steuerberatung | 04.02.2016

Online-Bestätigung kontrollieren

Landwirtschaftsbetriebe, die von ihren Kunden eine Absichtserklärung erhalten, müssen ihre Waren und Dienstleistungen diesen Kunden ohne Mehrwertsteuer verkaufen.

Bislang galt die Regel, dass der Empfänger der Absichtserklärung (Lieferant – in der Regel der Landwirt) die Meldung an die Agentur der Einnahmen versenden musste. Diese Verpflichtung wurde mit 1. Jänner 2015 abgeschafft.
Zugleich aber wurde eine neue Vorschrift für den Lieferanten eingeführt: Demnach erhält der Empfänger nun zusammen mit der Absichtserklärung eine telematische Bestätigung. Sie zeigt auf, dass der Aussteller die Absichtserklärung an die Agentur der Einnahmen versendet hat. Der Empfänger – also der Landwirtschaftsbetrieb – ist verpflichtet, diese Abgabebestätigung über eine Plattform der Agentur der Einnahmen elektronisch zu überprüfen. Erst nach erfolgreicher Überprüfung kann der Landwirtschaftsbetrieb die Rechnung ohne Mehrwertsteuer ausstellen. Auf der Rechnung müssen die Eckdaten der Absichtserklärung und nachfolgender Bezug aufscheinen: Nicht steuerpflichtiger Umsatz gemäß Art. 8 Abs. 1, Buchstabe c), DPR 633/72. Wenn der Rechnungsbetrag 77,47 Euro überschreitet, muss auf der Rechnung eine Stempelmarke in Höhe von zwei Euro angebracht werden.
Für eine unterlassene Kontrolle der Abgabebestätigung sieht der Gesetzgeber hohe Strafen vor.

Auskunft im Bezirksbüro
Bei Erhalt einer Absichtserklärung empfiehlt der Bauerbund den Mitgliedern mit Mehrwertsteuer-Registerführung, sich im zuständigen Bezirksbüro in der Abteilung Steuerberatung zu melden.