Produktion | 21.01.2016

Neue Pflanzregelung in Kraft

Seit 1. Jänner ist die Pflanzregelung der neuen Weinmarktordnung in Kraft. Darauf macht das Landesamt für Obst- und Weinbau aufmerksam.

Wer im Frühjahr 2017 neue Rebanlagen pflanzen will, muss schon heuer darum ansuchen.

Wer im Frühjahr 2017 neue Rebanlagen pflanzen will, muss schon heuer darum ansuchen.

Seit Jahresbeginn ist der Kauf und Verkauf bzw. der Handel von Pflanzrechten definitiv nicht mehr möglich. Wer hingegen noch vor dem 1. Jänner gültige und registrierte Pflanzrechte erworben hat, kann sie innerhalb ihrer Gültigkeitsdauer in sogenannte Pflanzgenehmigungen umwandeln. Sie dürfen ausschließlich im eigenen Betrieb verwendet werden.
Auf staatlicher Ebene sind die entsprechenden Bestimmungen zur Pflanzregelung mit Ministerial­dekret vom 15. Dezember 2015 genehmigt worden. Dabei sind die folgenden Termine zu beachten.

Rebneupflanzungen 2016
Für Neupflanzungen, die im Frühjahr 2016 verwirklicht werden, müssen die registrierten Verträge für die vor 1. Jänner 2016 erworbenen und registrierten Pflanzrechte bis spätestens 31. Jänner 2016 dem Landesamt für Obst- und Weinbau vorgelegt werden. Widerrechtliche Pflanzungen 2016 unterliegen der Rodungspflicht.

Rebneupflanzungen 2017
Wer Neupflanzungen im Frühjahr 2017 verwirklichen will, muss schon heuer darum ansuchen: Die Anträge um eine unentgeltliche Zuweisung aus dem nationalen Topf sind bis spätestens 15. März 2016 beim Landesamt für Obst- und Weinbau möglich.

Meldung der erworbenen Pflanzrechte
Die vor 1. Jänner 2016 erworbenen und registrierten Pflanzrechte, die nicht für die Neupflanzungen 2016 verwendet werden, müssen für die Beibehaltung ihrer Gültigkeit bis 1. März ins nationale SIAN (Sistema Informativo Agricolo Nazionale) eingetragen sein. Dafür müssen die Landwirte bis 15. Februar eine Kopie aller erworbenen Pflanzrechte oder des registrierten Vertrages zur Übertragung des Pflanzrechtes beim Amt für Obst- und Weinbau abgeben. Der Weingarten darf erst nach erteilter Genehmigung ausgepflanzt werden. Die Anpflanzung muss innerhalb von drei Kalenderjahren ab Erteilung abgeschlossen sein. Wird der Weingarten nicht innerhalb der mitgeteilten Frist vollständig ausgepflanzt, wird eine Verwaltungssanktion verhängt (Art. 89 der EU-VO 1306/2013). 

Auskünfte

Auskünfte erteilen die Mitarbeiter des Landesamtes für Obst- und Weinbau unter Tel. 0471 415056 und 0471 415048 oder unter den E-Mail-Adressen josef.untersalmberger@provinz.bz.it und christian.figl@provinz.bz.it