Südtiroler Bauernjugend, Innovation | 13.10.2015

Kleine Schätze, Kikeriki und Exotik

Die Südtiroler Bauernjugend ist begeistert: 25 findige Jungbäuerinnen und Jungbauern aus allen Landesteilen haben beim Innovationspreis „IM.PULS“ mitgemacht. Nach einem harten Auswahlverfahren stehen nun die drei Finalisten fest – jetzt beginnt das Online-Voting.

Die beiden Simons setzen mit der Frucht „Asimina“ auf Exotik. Robert Thurner vom Afingsbruckhof setzt auf bunte Vielfalt. Seine Kunden sind begeistert. Daniel Primisser vom Biohof Moles: Herr über 1800 Bio-Hähnchen.

Die beiden Simons setzen mit der Frucht „Asimina“ auf Exotik. Robert Thurner vom Afingsbruckhof setzt auf bunte Vielfalt. Seine Kunden sind begeistert. Daniel Primisser vom Biohof Moles: Herr über 1800 Bio-Hähnchen.

Sie haben es ins Finale geschafft: Simon Werth und Simon Waldthaler aus St. Michael bei Eppan, Robert Thurner vom Afingsbruckhof im Sarntal sowie Daniel Primisser vom Biohof Moles in Prad am Stilfserjoch. Vom 10. bis 24. Oktober können alle Interessierten beim großen Video Voting auf www.sbj.it/impuls für einen der drei Finalisten stimmen und damit mitentscheiden, wer Südtirols innovativster Jungbauer wird.

Exotik aus Südtirol
Sie heißen beide nicht nur Simon, ihre Begeisterung schlägt auch für dieselbe Frucht: Die „Assimina“. Die exotische Frucht aus Kentucky schmeckt nach Mango, Papaya und Vanille und ist reich an Vitaminen. Vor drei Jahren haben die beiden Jungbauern eine Wiese gepachtet. Das war auch der Beginn dieses neuen Abenteuers. Heuer im Herbst konnten sie die ersten Früchte ernten. Die Kunden vom Spezialitätengeschäft „Pur Südtirol“ sind begeistert vom Produkt. Durch die Veredelung wollen die beiden jetzt den Südtiroler Markt erobern. Man darf gespannt sein, was da noch kommt.

Über 500 Schätze auf kleinstem Raum
Bei Robert Thurner vom Afingsbruckhof in Sarnthein ist alles etwas anders. Alte Kartoffelsorten wie der „Blaue Schweden“ reiht sich neben Himbeeren, Neuseeländerspinat, verschiedenen Sorten Peperoni oder den Topinambur-Knollen, auch Erdartischocke genannt. Seit mehreren Jahren baut Thurner gemeinsam mit seiner Familie über 500 verschiedene Raritäten am kleinen und steil gelegenen Hof an. Die schmackhaften Fruchtaufstriche, Sirupe, das eingelegte Gemüse, Soßen und Pesti werden von den Kunden am Bauernmarkt in Bozen wie auch von der Spitzengastronomie sehr geschätzt.

Am Biohof Moles gackert es
Was war zuerst da, die Henne oder das Ei? Wenn jemand eine Antwort auf die Frage weiß, dann ist es Daniel Primisser vom Biohof Moles in Prad am Stilfserjoch. In drei versetzbaren Mobilställen leben etwa 1800 Bio-Masthähnchen. Die Hähnchen werden in der hofeigenen Metzgerei verarbeitet. Als Brathähnchen, Brustfilets, Keulen oder Chicken Wings gehen sie an Metzgereien, Biohotels und Restaurants aus ganz Südtirol.

Wenn auch alle drei Jungbauern und ihre Innovationen sehr unterschiedlich sind, so haben sie eines gemeinsam: Ihre Begeisterung für die Landwirtschaft ist überall spürbar. Wer neugierig geworden ist, kann sich auf der Webseite www.sbj.it/impuls auch alle anderen eingereichten Projekte ansehen.