Steuerberatung | 12.06.2015

Zeit für die UNICO-Erklärung

Mitte Juni geht es auch heuer um die Zahlung und Abgabe der Steuererklärung UNICO. Derzeit wird über ­einen Zahlungsaufschub für Steuerpflichtige mit Sektorenstudien bis zum 6. Juli diskutiert.

Die UNICO-Erklärung muss von jedem Steuerpfl ichtigen persönlich unterschrieben werden.

Die UNICO-Erklärung muss von jedem Steuerpfl ichtigen persönlich unterschrieben werden.

Die Erklärung mit dem Vordruck UNICO muss von allen Steuerpflichtigen verwendet werden, welche von der Einkommenssteuererklärung und der Mwst.-Jahreserklärung betroffen sind. Steuerpflichtige, welche nur zur Einkommenssteuererklärung verpflichtet sind, können ebenfalls den Vordruck UNICO 2015 verwenden.
Die Erklärung zur Wertschöpfungssteuer IRAP ist eine getrennte Erklärung und muss deshalb auch getrennt eingereicht werden.

Steuereinzahlungen
Alle Zahlungen – eventuell auch die erste Rate der Akontozahlungen – müssen innerhalb Dienstag, den 16. Juni vorgenommen werden. Mit einem geringen Zinsaufschlag von 0,4 Prozent können die Zahlungen bis Donnerstag, den 16. Juli aufgeschoben werden.
Auch die Zahlungsvordrucke F24, die wegen der Verrechnung mit bestehenden Guthaben einen Saldo Null aufweisen, müssen bei einer Bank, Post oder der Steuereinhebungsstelle bzw. auf telematischem Weg eingereicht werden. Die Zahlungsvordrucke F24 sind aufzubewahren und bei Nachfrage der Finanzverwaltung vorzulegen.
Derzeit wird über einen Zahlungsaufschub für Steuerpflichtige mit Sektorenstudien diskutiert. Da hier die entsprechende Software verspätet veröffentlicht wurde, soll den betroffenen Personen ein Aufschub um 20 Tage bis zum 6. Juli gewährt werden.
Alle Betriebe mit Mehrwertsteuernummer sind verpflichtet die Steuerzahlungen über den Vordruck F24 in telematischer Form vorzunehmen.
Der Zahlungsvordruck F24 in Papierform direkt beim Bankschalter für Personen ohne Mehrwertsteuernummer ist nur mehr in wenigen Fällen zugelassen. Seit dem Stichtag 1. Oktober 2014 dürfen Zahlungen mittels F24 mit einer Gesamtschuld von mehr als 1000 Euro und Zahlungen mit Verrechnung von Guthaben nicht mehr in Papierform abgewickelt werden. Die Zahlungen mittels F24 mit einer Gesamtschuld von Null Euro über den telematischen Kanal der Banken sind nicht mehr möglich.
Falls die Zahlung nicht mehr über den Bankschalter bzw. über Homebanking gemacht werden kann, bietet der Südtiroler Bauernbund seinen Mitgliedern an, diese Verpflichtung mittels Dauerauftrag zu übernehmen.
Dazu benötigt der Bauernbund einen unterschriebenen Dauerauftrag – im Bezirksbüro erhältlich – und eine Kopie der Bankkoordinaten (IBAN). Das Bankkonto muss auf den Namen und auf die Steuernummer des Steuerpflichtigen lauten.

Unterschreiben und Einreichen der Erklärung
Die Erklärung Modell UNICO 2015 und die Erklärung zur Wertschöpfungssteuer IRAP 2015 müssen von jedem Steuerpflichtigen persönlich unterschrieben werden. Sie werden den Mitgliedern des Südtiroler Bauernbundes zwischen Ende Juni und Anfang Juli ausgeteilt. Der genaue Termin wird den einzelnen Personen noch mitgeteilt.
Die Übermittlung der Erklärung an die Finanzverwaltung kann der Steuerpflichtige selbst übernehmen, oder er kann einen befäh-igten Übermittler – z.B. den Südtiroler Bauernbund oder Steuerberater – beauftragen.
Der Endtermin für die telematische Übermittlung ist der 30. September. Innerhalb von 30 Tagen erhält der Steuerpflichtige die endgültige Abgabebestätigung ausgehändigt, welche ausschließlich als Bestätigung für die getätigte telematische Übermittlung gilt.
Das unterschriebene Original der Erklärung zusammen mit der endgültigen Abgabebestätigung muss fünf Jahre lang zu Hause aufbewahrt und auf Verlangen der Steuerbehörde vorgelegt werden.
Die vom Südtiroler Bauernbund abgefassten Erklärungen dürfen nicht bei einer Bank, einem Postamt oder der Gemeinde abgegeben werden.

Acht, fünf und zwei Promille
Acht Promille der Einkommenssteuer werden für humanitäre, soziale oder religiöse Zwecke verwendet. Mit der entsprechenden Unterschrift im Vordruck UNICO 2015 kann jeder mitentscheiden, von wem diese acht Promille verwaltet werden sollen: vom Staat, von der katholischen Kirche oder von anderen Kirchen. Die Entscheidung kann nur für eine Institution erfolgen.
Außerdem hat der Gesetzgeber den Steuerpflichtigen die Möglichkeit gegeben, weitere fünf Promille für gemeinnützige Einrichtungen und weitere zwei Promille für politische Parteien zur Verfügung zu stellen. Zum Unterschied zu den acht Promille werden allerdings nur jene Erklärungen berücksichtigt, in welchen eine Steuerschuld vorhanden ist und eine entsprechende Unterschrift gemacht wurde. Mit den Unterschriften ist keine erhöhte Steuerabgabe verbunden. fr