Steuerberatung | 29.05.2015

Baugrund - Aufwertung noch möglich

Die Aufwertung des Baugrundes ist noch bis Dienstag, 30. Juni möglich. Innerhalb dieses Datums muss ein Ingenieur, Geometer, Architekt oder Agronom eine beeidigte Schätzung des Wertes zum 1. Jänner 2015 vornehmen.

Die Kosten für die Schätzung erhöhen den anrechenbaren Anfangswert. Die Aufwertung kann nur von natürlichen Personen, Einfachen Gesellschaften und nicht gewerblichen Körperschaften (zum Beispiel Interessentschaften) beansprucht werden, welche eine Liegenschaft zum Zeitpunkt der Schätzung besitzen.
Innerhalb 30. Juni ist eine Ersatzsteuer von acht Prozent für die direkten Steuern zu bezahlen.
Sie kann auf drei Raten mit einem Zinsaufschlag von drei Prozent aufgeteilt werden (Fälligkeiten: 30. Juni 2015, 30. Juni 2016 und 30. Juni 2017).
Die Ersatzsteuer kann gegebenenfalls mit der Ersatzsteuer aus vorangegangenen Aufwertungen verrechnet werden. Bei der Verrechnung darf allerdings kein Guthaben entstehen.
Der Vorteil der Aufwertung ist folgender: Durch die steuerliche Wertangleichung entfällt der Veräußerungsgewinn. Demnach wird die Steuer im Falle einer künftigen Veräußerung (oder auch Enteignung) wesentlich vermindert: Es fallen acht Prozent Ersatzsteuer anstelle von rund 20 Prozent direkte Steuern an.
Die Aufwertung empfiehlt sich also besonders in folgenden Fällen:
• für einen Baugrund mit geringem Anfangswert,
• bei Enteignung eines Baugrundes,
• beim Tausch eines Baugrundes,
• im Falle von Bauerwartungsland.