Produktion | 12.05.2015

Italienischer Weinschwund

17 Prozent weniger Wein, 15.000 Hektar weniger Rebfläche: Italien hatte 2014 einen deutlichen Rückgang in der Weinproduktion zu verzeichnen. von AgraEurope/Bernhard Christanell

Die Weinproduktion in Italien ist im vergangenen Jahr deutliche eingebrochen. (Foto: Handelskammer Bozen)

Die Weinproduktion in Italien ist im vergangenen Jahr deutliche eingebrochen. (Foto: Handelskammer Bozen)

Mit 44,7 Millionen Hektoliter wurde Italien in der Rangliste der weinproduzierenden Länder wieder von Frankreich (46,7 Millionen Hektoliter) überholt. In Frankreich stieg die Produktion 2014 um elf Prozent gegenüber 2013 an. Die weltweite Weinproduktion ist 2014 mit schätzungsweise 279 Millionen Hektoliter lediglich um vier Prozent unter dem Rekordleseergebnis im Jahr zuvor geblieben. Diese Zahlen gehen aus dem „Weltkonjunkturbericht“ hervor, den die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) Ende April in Paris vorgelegt hat. Auch in Deutschland legte das Aufkommen um elf Prozent zu, und zwar auf 9,3 Millionen Hektoliter. In Spanien ging die Produktion um neun Prozent auf 41,6 Millionen Hektoliter zurück.

Großteil des EU-Rückgangs bei Rebfläche in Italien
Ein Grund für den starken Rückgang der italienischen Weinproduktion mag auch in der verfügbaren Rebfläche liegen. Diese ist 2014 nämlich laut Angaben der OIV gegenüber dem Vorjahr um ganze 15.000 Hektar gesunken. Damit geht der Großteil der EU-weiten Rückgangs (21.000 Hektar) zu Lasten der Italiener. Zur globalen Anbauentwicklung stellten die OIV-Weinspezialisten fest, dass das Areal um 8000 Hektar auf 7,55 Millionen Hektar ausgedehnt worden sei.

Dickes Minus auch in Chile und China
Außerhalb der EU erreichte die Weinproduktion laut OIV mit 22,3 Millionen Hektoliter in den USA und mit 1,3 Millionen Hektoliter in Südamerika erneut ein „gutes“ Niveau. Die Winzer in Neuseeland fuhren mit 3,2 Millionen Hektoliter zum zweiten Mal in Folge eine Rekordweinernte ein. Kräftige Produktionsrückgänge verbuchten der OIV zufolge Chile und China, wo das Aufkommen um 18 Prozent auf 10,5 Millionen Hektoliter beziehungsweise um fünf Prozent auf 11,1 Millionen Hektoliter zurückging.