Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 24.03.2015

Erschbamer bestätigt

Beim Landesbäuerinnentag wurde Hiltraud Erschbamer zur Landesbäuerin wiedergewählt. Hildegard Flatscher Costa ist „Bäuerin des Jahres 2015“.

Die sechs geehrten Witwen mit Reinhold Marsoner von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und Hiltraud Erschbamer.

Die sechs geehrten Witwen mit Reinhold Marsoner von der Stiftung Südtiroler Sparkasse und Hiltraud Erschbamer.

Hiltraud Neuhauser Erschbamer aus Vilpian ist schon seit vielen Jahren in der Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) aktiv: Von 2003 bis 2011 war sie Landesbäuerin-Stellvertreterin, seit 2011 ist sie Landesbäuerin. Bei der Wahl im Auditorium „Josef Haydn“ in Bozen wurde sie mit 331 von 365 gültigen Stimmen als Landesbäuerin wieder gewählt. Erschbamer möchte sich weiterhin für die Stärkung der Bäuerinnen, vor allem im Bereich der Familienarbeit, einsetzen: „Die Anerkennung der Erziehungs- und Pflegezeiten für die Rente ist mit ein wichtiges Anliegen!“ Zu den beiden Landesbäuerin-Stellvertreterinnen wurden wieder Maria Hafner Egger aus Tisens und Helga Lantschner Fischnaller aus Villnöss gewählt.

„Bäuerin des Jahres“ kommt aus dem Gadertal
Zum achten Mal konnte dank der Stiftung Südtiroler Sparkasse der Wanderpreis in Form einer Holzskulptur an eine Bäuerin vergeben werden: Hildegart Flatscher Costa vom Hof „Oste Vedl“ in Campill ist die neue „Bäuerin des Jahres“. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern bewirtschaftet sie den hochgelegenen Hof auf vorbildliche Weise: Milchwirtschaft und Urlaub auf dem Bauernhof gibt es dort ebenso wie einen schönen Bauerngarten, der von Hildegard mit viel Liebe gepflegt wird und wo vergessene Gemüsesorten angebaut werden. Die Freude am Beruf Bäuerin, an der Arbeit in der Natur und mit Tieren sowie das gemeinsame Bewirtschaften des Hofes sind für Hildegard sehr wichtig. Mit viel Geduld und Liebe stellt Hildegard zudem wunderschöne Klosterarbeiten her.

Sechs Witwen für große Leistungen geehrt

Einen sehr berührenden Teil der Versammlung stellten die traditionellen Witwenehrungen dar. Reinhold Marsoner, Verwaltungsratsmitglied der Stiftung Südtiroler Sparkasse, nahm die Ehrungen vor. In einer Bildpräsentation und einer Laudatio wurde über das oft schwere und unfassbare Schicksal der Witwen berichtet, die es geschafft haben, ihren Hof für die eigene Familie weiter zu erhalten. Zu den geehrten Witwen zählen: Berta Schaller Wwe. Bachmann (St. Magdalena Gsies), Flora Prader Wwe. Winkler (Afers), Monika Sparber Wwe. Eisendle (Sterzing), Hedwig Habicher Wwe. Thöni (St. Valentin/Graun im Vinschgau), Klara Wwe. Unterkalmsteiner (Sarnthein), Juliana Fischnaller Wwe. Kofler (Villnöß).

Grund und Boden schützen
Die Landesversammlung stand heuer unter dem Motto „Bodenständig. Willensstark. Mittendrin“. Im Festvortrag betonte Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer wie wichtig es ist Grund und Boden zu schützen, die Vielfalt der Landwirtschaft zuzulassen, zusammenzuhalten und weiterhin mit Entschlossenheit und Willensstärke die Schwierigkeiten in der Landwirtschaft anzugehen. Grußworte sprachen Landesrat Arnold Schuler, die Landtagsabgeordnete Maria Kuenzer, SBB-Landesobmann Leo Tiefenthaler und die Tiroler Landesbäuerin Resi Schiffmann.

Den feierlichen Gemeinschaftsgottesdienst zum Auftakt zelebrierte P. Thomas Hrastnik, musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Familie Mair aus Tisens.


Bild oben: Die sechs geehrten Witwen (von links): Hedwig Habicher Wwe. Thöni (St. Valentin/Graun im Vinschgau), Berta Schaller Wwe. Bachmann (St. Magdalena Gsies), Flora Prader Wwe. Winkler (Afers), Monika Sparber Wwe. Eisendle (Sterzing), Juliana Fischnaller Wwe. Kofler (Villnöß), Klara Wwe. Unterkalmsteiner (Sarnthein) mit Reinhold Marsoner, Verwaltungsratsmitglied der Stiftung Südtiroler Sparkasse, und Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer bei der Ehrung.


Einen umfangreichen Rückblick in Bildern gibt es auf der Facebook-Seite des „Südtiroler Landwirt“.

Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer mit ihren beiden Stellvertreterinnen Maria Egger (l.) und Helga Lantschner (r.)

Hildegard Flatscher Costa wurde als „Bäuerin des Jahres 2015“ ausgezeichnet.