Politik | 17.03.2015

EU-Fördergelder für Bienen-Forschung

Die Aufteilung der EU-Fördergelder im Bienenzuchtsektor hat die Landesregierung genehmigt. 150.546 Euro stehen für Tätigkeiten des Südtiroler Imkerbundes sowie für kleinere Investitionen der Imker bereit. von LPA – Landespresseamt

Wie Bienen auf die Mittel zur Insektenbekämpfung in den Obstwiesen reagieren, will das Versuchszentrum Laimburg herausfinden. (Foto: Andreas Platzer)

Wie Bienen auf die Mittel zur Insektenbekämpfung in den Obstwiesen reagieren, will das Versuchszentrum Laimburg herausfinden. (Foto: Andreas Platzer)

In diesem Jahr stellt die EU den Regionen und Autonomen Provinzen Italiens knapp fünf Millionen Euro für Maßnahmen zur Verbesserung der Produktions- und Vermarktungsbedingungen für Bienenzucht-Erzeugnisse bereit. Die Aufteilung dieser Geldmittel erfolgt nach der Anzahl der gemeldeten Bienenvölker. Demnach steht Südtirol mit 34.711 gemeldeten Bienenvölkern ein Betrag von 150.546 Euro zu.

Das von der Landesregierung genehmigte Jahresprogramm sieht zum größten Teil Förderungen für die Tätigkeit des Südtiroler Imkerbundes sowie kleinere Investitionsförderungen für Imker vor. Die Fördergelder fließen vor allem in drei Bereiche: Beratung, Investitionen und Bienenmonitoring.

Projekt „Control Bee“
Eines der geförderten Projekte ist „Control Bee“ des Versuchszentrums Laimburg. Dieses erforscht die Auswirkungen der antiparasitären Bekämpfung im Obstbau auf die Entwicklung der Bienenvölker. Einer der Versuchsstandorte befindet sich im 60 Hektar großen Gelände des Land- und Forstwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg, wo in diesem Jahr zum Schutz der bestäubenden Insekten (einschließlich der Honigbienen) ein kontrolliertes Programm zur Insektenbekämpfung angewandt wird.
Mit „Control Bee“ werden bei Bienenvölkern im ganzen Lande die Feuchtigkeit und die Temperatur im Inneren des Bienenstocks, Gewichtsveränderungen sowie die Flugbewegungen in Form der täglichen Ein- und Ausflüge der Bienen erhoben und mit dem Referenzstandort auf dem Versuchsgelände verglichen. Zudem ist auch die Überwachung der Daten zur Volksentwicklung vorgesehen. Während der verschiedenen Projektphasen werden außerdem Proben an Bienenprodukten wie Honig, Pollen und Wachs gesammelt, um sie auf mögliche Rückstände von Insektiziden zu analysieren.
Die Untersuchungen des Projektes „Control Bee“ erstrecken sich über etwa zwei Jahre und sollen 2016 abgeschlossen sein.