Südtiroler Bäuerinnenorganisation | 06.03.2015

Politik braucht Frauen

Es ist wichtig, dass die Frauen ihre Anliegen selbst aufgreifen, politisch vertreten und entscheiden. Darauf weist die Südtiroler Bäuerinnenorganisation im Rahmen des internationalen Frauentages am 8. März hin.

Die Stimme der Bäuerinnen muss auch in den Gemeindestuben gehört werden.

Die Stimme der Bäuerinnen muss auch in den Gemeindestuben gehört werden.

Der Ruf nach dem Frauenwahlrecht war die Hauptforderung beim ersten Internationalen Frauentag im Jahre 1911. Die Einführung des Frauenwahlrechtes war für die Frauen eine große Errungenschaft. Heute ist es wichtig, dass die Frauen dieses Wahlrecht nützen und sich aktiv den politischen Wahlen stellen. Für Landesbäuerin Hiltraud Erschbamer steht fest: „Die Politik braucht Frauen. Wer sonst soll unsere Anliegen, unsere Ideen, unsere Visionen politisch voranbringen? Wir dürfen uns nicht vor der Verantwortung entziehen, sondern müssen Eigeninitiative zeigen.“ Die Landesbäuerin ruft die Frauen auf mitzugestalten: für die Familien, für die Landwirtschaft, für das Dorf, für mehr Kooperationen, für soziale Versorgung, für die Zukunft, für Gemeinschaft und Weiterbildung vor Ort.

Weibliche Denkweise ist notwendig
Der Südtiroler Bäuerinnenorganisation ist es ein großes Anliegen, dass in jeder Gemeinderatsstube eine Bäuerin sitzt: Maria Egger, Landesbäuerin-Stellvertreterin und seit 2005 im Gemeinderat Tisens, ist überzeugt: „Die Frau denkt etwas anders als der Mann. Und diese andere Denkweise ist bei vielen Entscheidungen notwendig, um sie richtig zu treffen!“ Es braucht diesen weiblichen Blickwinkel. Dies weiß auch Rosa Gamper Hafner, Ortsbäuerin von Andrian, die seit 2010 im Gemeinderat sitzt: „Politik ist nicht nur mühsam, sondern macht auch Freude. Entscheidungen müssen getroffen werden. Nicht jeder ist immer damit zufrieden, das spürt man. Doch im Großen und Ganzen überwiegt das Positive.“ Dieser Aspekt muss verstärkt in den Vordergrund gestellt werden, „denn wir können nicht nur über Frauenpolitik und Familienpolitik reden, sondern müssen uns selbst auch politisch engagieren!“, ist Landesbäuerin-Stellvertreterin Maria Egger überzeugt.