Markt | 04.03.2015

Kleine Weinernte in Österreich

Die Winzer in Österreich haben im vergangenen Jahr eine der schwächsten Weinernten seit Jahrzehnten eingefahren. Ausschlaggebend für die niedrigen Mengen waren in erster Linie die feuchten und sonnenarmen Witterungsbedingungen. von AgraEurope

Deutlich weniger Flaschen als in den Jahren zuvor umfasst der Jahrgang 2014 in Österreich.

Deutlich weniger Flaschen als in den Jahren zuvor umfasst der Jahrgang 2014 in Österreich.

Wie Statistik Austria mitteilte, brachte der Jahrgang 2014 lediglich knapp 2,0 Millionen Hektoliter; das waren 16 Prozent weniger als im Vorjahr und 13 Prozent weniger als im Fünfjahresmittel.

Nachdem das erhoffte sonnige und trockene Herbstwetter ausblieb, traten massive Ernteausfälle durch Traubenfäule auf. Abhängig von Sorte und Lage waren die Verluste unterschiedlich hoch: Rotwein war in der Summe mit einem Ernterückgang um 29 Prozent auf 643.800 Hektoliter weitaus stärker von Mindererträgen betroffen als Weißwein mit einem Minus von neun Prozent auf 1,35 Millionen Hektoliter.

Burgenland mit stärkstem Minus
Im Vergleich der Weinanbauregionen mussten die Winzer im Burgenland mit den stärksten Einbußen zurechtkommen; dort sank die Erzeugung gegenüber 2013 um 26 Prozent auf 513.700 Hektoliter und der Fünfjahresschnitt wurde um gut ein Fünftel verfehlt. Niederösterreich meldete mit 1,26 Millionen Hektoliter eine im Vorjahresvergleich um 13 Prozent kleinere Ernte, die Steiermark ein Minus von zehn Prozent auf 198.700 Hektoliter.